US-Geheimbericht: Planung für Irak-Wiederaufbau "fehlerhaft und überstürzt"
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Die US-Planung für den Wiederaufbau des Irak sowie für die Suche nach Massenvernichtungswaffen ist nach einem in der Presse zitierten Militär-Geheimbericht fehlerhaft und überstürzt ausgearbeitet worden. Die Planer hätten nicht genügend Zeit gehabt, um den bestmöglichen Entwurf für Nachkriegs-Irak zu erstellen, berichtet die "Washington Times" am Mittwoch unter Berufung auf einen Geheimbericht an den US-Generalstab. Darin heiße es, die Pläne seien praktisch aus dem Stegreif entstanden.
Unter anderem werde in dem Papier bemängelt, dass die späte Bildung der erforderlichen Organisationen im Pentagon die Zeit für eine detaillierte Planung verkürzt habe. Zudem seien die Befehlsstrukturen für diese Organisationen erst kurz vor Beginn der "Operation Iraqi Freedom" definiert worden.
Auch die Strategie für die Suche nach Massenvernichtungswaffen sei zu spät in Angriff genommen worden, zitierte die "Washington Times". Bis heute haben die US-geführten Streitkräfte im Irak keine Beweise für die Existenz von irakischen Massenvernichtungswaffen gefunden. US-Präsident Bush billigte dem Papier zufolge bereits im August 2002 die Gesamtstrategie für einen Angriff auf den Irak.
Der Pressebericht dürfte die Kritik an der Bush-Regierung wegen der immensen Kosten des Wiederaufbaus und der hohen Opferzahl unter den US-Soldaten weiter schüren. Zuvor waren außerdem Berechnungen des US-Kongresses bekannt geworden, wonach die USA bei einer Beibehaltung ihrer jetzigen Militärstruktur den Irak-Einsatz deutlich zurückfahren müssen. Der derzeitige Umfang lasse sich nur noch bis März aufrecht erhalten, warnte die dem Kongress unterstellte Haushaltsbehörde CBO in einem Bericht, aus dem am Dienstag Auszüge bekannt wurden.
(apa)
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