Dienstag, 2. September 2003

Taifun "Dujuan": Südchinesische Wirtschaftszone verwüstet

  • Wirbelsturm fordert mindestens 32 Tote

Mindestens 32 Menschenleben hat der schlimmste Wirbelsturm gekostet, der seit mehr als 20 Jahren über die Südküste Chinas gefegt ist. Am Donnerstagmorgen blieben noch fünf Personen vermisst, die Schäden wurden auf umgerechnet 220 Millionen Euro beziffert. Die meisten Opfer waren in der Stadt Shenzhen zu beklagen, dort richtete der Taifun "Dujuan" die schlimmsten Verwüstungen seit 1979 an.

Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete, wurden mehr als 1.000 Menschen verletzt, allein 16 Personen kamen beim Einsturz eines Arbeiterwohnheims in der boomenden Wirtschaftsregion ums Leben.

Der Wirbelsturm habe tausende Bäume entwurzelt, Autobahnen, Strom- und Kommunikationsleitungen wurden schwer beschädigt, berichtete Xinhua. Die Stromversorgung in Shenzhen brach zusammen und in mehreren Verteilerstationen ereigneten sich Explosionen. Am Mittwochnachmittag schwächte sich "Dujuan" zu einem tropischen Sturm ab.

Entgegen erster Befürchtungen blieb Hongkong von dem Wirbelsturm weitgehend verschont, obwohl der Taifun die Stadt mit einer Windgeschwindigkeit von rund 180 km/h im Zentrum traf. Mindestens 22 Menschen wurden verletzt. Die Flughafenverwaltung musste 70 Flüge absagen. Schulen und Geschäfte blieben geschlossen.

"Dujuan" hatte zuvor durch Taiwan eine Schneise der Verwüstung gezogen und mindestens zwei Menschen getötet. Auch auf den Philippinen hatte der Wirbelsturm Schäden angerichtet.
(apa, red)

2.9.2003 18:58