Gewerkschaft drängt: Hohe Abschlüsse bei Lohnrunde
- Sallmutter will Verhandlern entsprechende Empfehlung geben
- ÖGB deponiert weiters Wünsche für Pensions-Harmonisierung
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ÖIAG: Nicht wegen politischem Druck
Keine allzu große Freude dürfte die Regierung mit den Vorstellungen der Gewerkschaft zur Harmonisierung der Pensionssysteme haben. Denn der Vorsitzende der größten Einzelgewerkschaft, jener der Privatangestellten (GPA), Hans Sallmutter fordert im APA-Gespräch, die im Juni vom Parlament beschlossene Pensionsnovelle einfach auszuklammern. Und auch in Bezug auf die kommende Herbstlohnrunde kündigt Sallmutter hohe Forderungen an.
Er werde den Verhandlern der Privatangestellten-Gewerkschaft "dringend empfehlen", anspruchsvollere Abschlüsse als in den vergangenen Jahren anzustreben, erklärt Sallmutter. Wenn durch staatliche Eingriffe das Einkommen geschmälert werde, sei die Gewerkschaft aufgefordert, das auszugleichen.
Sallmutters GPA, die größte der Einzelgewerkschaften, nimmt neben den Metallern eine zentrale Rolle bei der Herbstlohnrunde ein. Traditionell begonnen wird bei den Kollektivvertrags-Verhandlungen mit den rund 210.000 Metallarbeitern und Industrieangestellten, deren Abschluss normalerweise Vorbildcharakter für die anderen Branchen hat.
Wünsche für Pensions-Harmonisierung
Der GPA-Chef tritt weiters dafür ein, per Stichtagsregelung die bis dahin erzielten Ansprüche - aber minus der jüngsten Reform - einzufrieren und dann mit dem neuen System weiterzuarbeiten. Zentral ist für Sallmutter bei der anstehenden Harmonisierung, "die Härten der letzten Pensionsreformbeschlüsse zu reparieren". Hinter den Vorstellungen der Gewerkschaft verberge sich das klare Ziel, dass "diese asozialen unakzeptablen Härten vor allem für die jüngere Generation mit Verlusten bis 30, 40 Prozent wegfallen".
Dass entgegen den ursprünglichen Plänen der Regierung doch noch Entschärfungen vorgenommen wurden, sieht der GPA-Vorsitzende übrigens allein durch "die Solidarität und Kampfesstärke" der Gewerkschaft begründet. Dies sei angesichts des Ergebnisses aber eine "bescheidene Freude". (APA/red)
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