Schausberger in "profil": Voest-Verkauf "zu forsch"
- ÖVP-LH kritisiert eigene Partei und "Zickzackkurs" der FPÖ
- VP-Lopatka kontert Haupt: Note "Drei" für's Koalitionsklima
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Nun kommt in der ÖVP auch aus den eigenen Reihen Kritik am Verkauf der Voestalpine: In einem Interview in der neuen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" übt Salzburgs VP-Landeshauptmann Franz Schausberger harte Kritik am Vorgehen der Bundesregierung bei der Privatisierung der Voest - sowohl an der eigenen Partei als auch am "Zickzackkurs" der FPÖ. Das Koalitionsklima mit den Blauen scheint sich derweil jedenfalls zu verbessern: VP-Generalsekretär Lopatka gibt diesem nun die Note "Drei" (siehe Kasten rechts).
Schausberger: "Ich hätte mir gewünscht, dass man diese Angelegenheit mit etwas mehr Sensibilität und Rücksichtnahme auf das Unternehmen und die Mitarbeiter gehandhabt hätte. Inhaltlich ist man etwas zu forsch vorgegangen." Das "Über-das-Knie-Brechen" sei keine nicht die zielführende Vorgangsweise. Der Zickzackkurs der FPÖ sei in der Sache ebenfalls nicht hilfreich gewesen.
Die Zukunft der Koalition beurteilt Schausberger skeptisch. Das Problem liege darin, dass vom Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider immer wieder neue Impulse ausgehen würden, die auch für die Freiheitlichen nur schwer nachvollziehbar seien. "Damit geht sowohl die Berechenbarkeit verloren, als auch die Verlässlichkeit und auch die Glaubwürdigkeit in der Bevölkerung", sagt Schausberger im "profil"-Interview.
Es wäre besser, wenn die Regierung insgesamt einen stabileren Eindruck machen würde. Die FPÖ solle durch "gute Arbeit" versuchen, Profil zu gewinnen und nicht dadurch, "ständig das Regierungsschiff ins Schlingern zu bringen". (profil/ehr)
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