Samstag, 6. September 2003

Giftschlange in Klagenfurter Kinderhort entdeckt

  • Monokel-Kobra war bereits tot, Gefahr trotzdem groß

Schock in Klagenfurt! In einem Hort entdeckten Kinder am Freitagnachmittag beim Spielen eine Giftschlange. Die Monokel-Kobra war zwar bereits tot, nach Angaben von Experten können die Giftzähne durch Berührung aber trotzdem noch aktiviert werden. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Die Kinder verständigten sofort die Hortbetreuerin von ihrem Fund. Diese besitzt Schlangenkenntnisse, da sie im Klagenfurter Reptilienzoo gearbeitet hatte. Sie wusste daher sofort, dass es sich um ein hochgiftiges Tier handelt und verständigte Polizei und Feuerwehr. Helga Happ, Leiterin des Reptilienzoos, erklärte, bei der Kobra seien die Giftdrüsen nicht entleert gewesen. "Das Gift kristallisiert auf den Zähnen und eine Berührung kann bereits tödlich sein", sagte sie. Das Tier war übrigens aufgeschlitzt, Innereien und Schwanz fehlten.

Die Kinder wurden nach Hause geschickt, Feuerwehrmänner durchsuchten das Areal des Hortes, der angrenzenden Schule und auch die Nachbargärten, um sicher zu gehen, dass keine Gefährdung der Kinder vorliegt. Weitere Schlangen wurden jedoch nicht gefunden. (APA/red)

6.9.2003 10:50