Dichand zu "Krone"-Streit: "Der Krieg geht weiter!"
- Gesellschafterversammlung ergebnislos verlaufen
- Nicht einmal Einigung über Protokollierung der Sitzung
·Jänner 2003
Dichand-Sohn übernahm "Erbe"
·"Krone" neu
Neuer Chef Kuhn sieht keinen Frieden
·"Krone"- WAZ
Dichand jun.: Böser Brief an Dragon
Wenn zwei alte Feldherren der Medienlandschaft streiten, dann geht das nicht ohne Donnergrollen ab: "Der Krieg geht weiter", erklärte Hans Dichand, Senior-Chef der "Kronen Zeitung" nach einer Sitzung mit seinen deutschen Hälfteeigentümern von der WAZ, allen voran deren Geschäftsführer Erich Schumann. Nicht einmal auf das Procedere des Meetings konnte man sich am Freitag einigen.
Die strittigen Fragen sollen nun schriftlich abgehandelt werden. Dem Vernehmen nach konnte man sich bei der Sitzung nicht einmal darauf einigen, den Verhandlungsverlauf auf Tonband zu protokollieren, wie es schon in den vergangenen Sitzungen im März und im Mai Usus gewesen sei. Dem Hälfteeigentümer WAZ soll diese Protokollierung ein Anliegen gewesen sein, Dichands Rechtsvertreter dagegen sollen sie abgelehnt haben.
Auf der Tagesordnung stand der Bericht Hans Dichands in seiner Funktion als Hauptgeschäftsführer und Herausgeber an die Gesellschafter: Nach Ansicht der WAZ-Gruppe benutzt Chefredakteur Christoph Dichand die "Kronen Zeitung", um Unternehmen, an denen er beteiligt ist - etwa das Online-Auktionshaus OneTwoSold - zu promoten. Dichand jr. hatte diese Vorwürfe zurückgewiesen. Die Fragen an den Hauptgeschäftsführer will die WAZ dem Vernehmen nach nun schriftlich stellen. (APA/red)
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