Spekulationen um GÖD-Chef Fritz Neugebauer
- Wiederkandidatur im ÖGB oder Antreten als ÖAAB-Chef?

Der Vorsitzende der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD), Fritz Neugebauer, bleibt im Mittelpunkt von Personalspekulationen. Vor Beginn des ÖGB-Vorstands am Donnerstag schloss er weder eine Wiederkandidatur als Vize-Präsident des Gewerkschaftsbunds noch ein Antreten als neuer ÖAAB-Chef aus.
Allerdings schränkte Neugebauer ein, es sei auszuschließen, dass man neben dem Vorsitz des VP-Arbeitnehmerbunds auch eine Spitzenfunktion in der Gewerkschaft ausüben könnte. Die Conclusio: Einen GÖD- und ÖAAB-Chef Neugebauer dürfte es aller Voraussicht nach nicht geben.
Neugebauer gilt neben Verteidigungsminister Günther Platter derzeit als aussichtsreichster Nachfolgekandidat für den scheidenden ÖAAB-Obmann Werner Fasslabend. Direktes Interesse an dem Job deponierte er vor dem ÖGB-Vorstand zwar nicht, im Gegensatz zu fast allen anderen Anwärtern auf den Posten tat er aber auch nichts, um ein Interesse an dem Amt zu dementieren. Klar gestellt wurde vom GÖD- Chef lediglich: "Ich habe mich noch nie aufgedrängt". Die Entscheidung werde in den Gremien am 30. September fallen.
Noch länger wird es dauern, bis die GÖD-Gremien entscheiden, wen sie als ÖGB-Vizepräsidenten vorschlagen. In dieser Frage nannte Neugebauer die erste Oktober-Woche als Termin. Bis dahin gebe es Stillschweigen. Dieses hält auch ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch ein. Er werde die Entscheidung der Gewerkschaft öffentlicher Dienst abwarten, meinte der Vorsitzende des Gewerkschaftsbunds vor Beginn des Vorstands.
Der ganze Wirbel war im Zuge der Pensionsreform-Debatte ausgebrochen. Da hatte Neugebauer entgegen den Beschlüssen des ÖGB und nach Zugeständnissen an die Beamten im Nationalrat mit der Koalition gestimmt. Daraufhin wurden in der ersten Emotion seitens mancher FSG-Spitzen Rufe laut, den GÖD-Chef beim ÖGB-Kongress Mitte Oktober nicht mehr als Vizepräsident wiederzuwählen. Sollte die GÖD ihn allerdings als Kandidaten aufstellen, gilt eine Ablehnung beim Kongress jedoch als ziemlich unwahrscheinlich. Dass der Öffentliche Dienst und damit die VP-Fraktion überhaupt nicht mehr in der Stellvertreter-Riege vertreten wäre, ist so und so praktisch undenkbar.
(apa)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
