Politologe Plasser: Regierung hält nicht bis 2006
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Er könne sich aus heutiger Sicht "beim besten Willen" nicht vorstellen, dass die schwarz-blaue Koalition bis zum regulären Wahltermin 2006 hält, erklärte der Politologe Fritz Plasser Donnerstag in der "ZiB 2". Die ÖVP werde sich die Querschüsse der FPÖ nicht mehr gefallen lassen, wenn sich ihre eigene Verlustbilanz ausweitet - oder wenn Bundeskanzler Schüssel sein Ansehen beschädigt sehe.
Derzeit liege die ÖVP zwischen 36 und 37 Prozent und könne damit rechnen, in einem Wahlkampf noch zwei bis 2,5 Prozent zu mobilisieren, was eine Pattstellung mit der SPÖ bedeuten würde, erklärte Plasser.
"Wenn sich die Verlustbilanz ausweiten sollte, gehe ich davon aus, dass Konsequenzen gezogen werden." Der zweite Faktor sei das "politische Selbstwertgefühl" Schüssels: Wenn dieser den Eindruck gewinnen sollte, dass die nicht enden wollende Serie von Konflikten innerhalb der Regierung sein Ansehen, auch im Ausland, zu beschädigen beginnt, "wird dieser Faktor dementsprechende Reaktionen auslösen". (APA)
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