Zuwanderer zahlen mehr ins Sozialsystem ein, als sie heraus bekommen
- Differenz von etwa 10 Millionen Euro
Zuwanderer zahlen in das soziale Sicherungssystem in Summe etwas mehr ein als sie heraus bekommen. Die Einnahmen des Staates von Migranten beliefen sich im Jahr 1998 auf 1,89 Mrd. Euro, die Ausgaben auf 1,88 Mrd. Euro. Das geht aus einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstitutes vom August 2001 hervor.
Nicht eingerechnet sind allerdings die Pensionszahlungen, da hier keine Schätzungen für Ausländer möglich seien, heißt es in der Studie, die für das Wirtschafts- und Innenministerium gemacht wurde. Viele Arbeitsmigranten der 60er Jahre seien in ihr Heimatland zurückgekehrt und würden hier keine Pension beziehen. Erst in zehn oder 20 Jahren könne sich dieses Verhältnis etwas umdrehen.
Vor zehn Jahren haben Ausländer mit 1,59 Mrd. Euro noch etwas mehr aus dem Sozialsystem herausbekommen als sie eingezahlt haben (1,43 Mrd. Euro). Seit 1998 dürfte es - auch wenn es keine ganz aktuellen Zahlen gibt - keine signifikante Änderung mehr gegeben haben, meinte Studienautorin Gudrun Biffl. Die strukturelle Zusammensetzung bei den Zuwanderern habe sich in den letzten Jahren kaum geändert.
Berücksichtigt sind in der Gegenüberstellung einerseits laufende Transfers wie Familienbeihilfe, Wohnungsbeihilfe, Arbeitslosenunterstützung, Betreuungsleistungen für Flüchtlinge sowie öffentliche Güter (Schulen, Verkehrsmittel, Krankenversorgung), für die der Staat sorgt. Die "Leistungen" der Ausländer setzen sich auf der anderen Seite aus den Beiträgen zur Sozialversicherung (inklusive Wohnbauförderung, Kammerumlage, Arbeitslosenversicherung), der Lohnsteuer und der Mehrwertsteuer zusammen.
Der einzige Bereich, wo die Zuwanderer mehr vom Staat bekommen als sie an Beiträgen einzahlen, sei die Arbeitslosenversicherung, sagte Biffl. Der Grund dafür ist, dass Zuwanderer vorwiegend in Branchen mit hohen saisonalen und konjunkturellen Schwankungen arbeiten.
(apa)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
