Montag, 1. September 2003

Gastwirt mit hohen Schulden: Er täuscht Tod vor & floh nach Panama

  • Auto bei Krems in der Donau versenkt

Für Aufsehen sorgte Ende März das Verschwinden eines 31-jährigen Gastwirts aus dem Bezirk Oberpullendorf auf dem Weg nach Krems. Zwei Wochen später wurde sein Pkw bei Dürnstein aus der Donau gefischt, vom Vermissten gab es keine Spur. Was wie ein Unglück aussah, entlarvten Kriminalisten jedoch als abgekartetes Spiel: Der 31-Jährige hatte seinen eigenen Tod vorgetäuscht, um vor finanziellen Problemen zu flüchten. Er hatte sich nach Panama abgesetzt.

Gegen den Gastwirt laufen laut Sicherheitsdirektion nun Ermittlungen wegen schweren Betrugs. Als Grund für die Flucht aus Österreich wird die missliche finanzielle Lage des Mannes angenommen: Er soll mit rund 800.000 Euro verschuldet sein.

Recherchen hätten den Verdacht erhärtet, dass der 31-Jährige den Wagen absichtlich in der Donau versenkte. Anschließend soll ihn ein Freund zum Bahnhof Linz gebracht haben. Von dort fuhr er zunächst mit der Bahn nach Deutschland und bestieg dann ein Flugzeug nach Panama.

Während der Gastwirt einen Freund, seinen Bruder und einen ehemaligen Angestellten regelmäßig kontaktierte, ließ er seine Frau, die beiden Kinder und seine Eltern im Glauben an den Unfalltod. (apa/red)

1.9.2003 16:18