"Saliera"-Krimi: Seipel weist Vorwürfe zurück
- Direktor des KHM habe keine Informationen weitergegeben
- "Es sind Sachen kolportiert worden, die ich nicht gewusst habe"
·'Saliera'-Raub
Kontaktaufnahme schon vor 1 Woche
·"Art-Napping"
Erfolgreiche Rückgabe-Aktionen
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Schätzwert der Saliera liegt bei mehr als 50 Mio.
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Gegen Vorwürfe der Informationsweitergabe im Zusammenhang mit dem Erpresserbrief zur gestohlenen Saliera verwehrte sich der Generaldirektor des Kunsthistorischen Museums (KHM), Wilfried Seipel. Er meinte, er könne deshalb nicht die Quelle der an die Medien durchgesickerten Informationen sein, da diese Details beinhaltet hätten, die er selbst erst "aus den Nachrichten erfahren" habe.
"Es sind Sachen kolportiert worden, die nicht einmal ich gewusst habe", so der KHM-Direktor. Diese Informationen hätten "nur dem Ermittlungsbüro oder der Versicherung vorgelegen". Auch sei das KHM von der Existenz des Briefes erst informiert worden, als schon die ersten Presseanfragen bei Seipel eingingen.
Rund drei Monate nach dem Diebstahl des Salzfasses von Benvenuto Cellini aus dem KHM war im August bei der Versicherung ein Schreiben eingegangen, in dem fünf Mio. Euro "Lösegeld" verlangt werden. Durch die an die Presse weitergeleiteten Informationen über diesen Brief und das Bekanntwerden eines am Freitag im "Kurier" geschalteten codierten Inserats zur Kontaktaufnahme mit den Briefverfassern fürchtet die Polizei Schaden für den Ermittlungserfolg.
Seipel habe stets versucht, durch Appelle an die Medien zu "solidarischer Berichterstattung" Schaden von den Ermittlungen abzuwenden. "Eine öffentliche Diskussion des Ermittlungsverlaufes ist niemandem dienlich", so Seipel gegenüber der APA. Mit der Schaltung des Inserates im "Kurier" sei das KHM "nicht befasst" gewesen. Auch in etwaige Verhandlungen mit den Verfassern des Erpresserbriefes sei das KHM nicht involviert. Zu weiteren Details wollte Seipel mit Verweis auf die am Freitag verhängte Nachrichtensperre keinen Kommentar abgeben. (apa)
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