Mittwoch, 27. August 2003

Uschi Glas: Das Leben leuchtet wieder

  • Uschi Glas und ihr neues Leben. 2004 kommen die Memoiren.
  • Nach dem tiefen Absturz hat ihr neues Leben begonnen.

Mit ihren Bikinifotos sorgte Uschi Glas für den Aufreger des Sommers. Jetzt schaut sie im Interview in die Zukunft und spricht über ihr Glück zu zweit.

Vielleicht war es das, was der glücklichen, erfolgreichen, vom Leben scheinbar nicht mehr zu überraschenden Schauspielerin Uschi Glas, 59, zum künstlerischen und menschlichen Ausnahmeformat gefehlt hat: ohne Netz tief zu stürzen, um dann aus eigener Kraft wieder ganz nach oben zu gelangen. Dort ist sie jetzt, nachdem Karriere und Lebensglück irreparabel beschädigt schienen. Im NEWS-Interview offenbart sich eine zufriedene Frau. Den ganzen Sommer lang hat sie nach längerer Abstinenz gedreht. Die privaten Unzukömmlichkeiten haben – ein Fall unerbetenen Marketings – den Umsatz der Kosmetiklinie befördert. Und im nächsten Jahr erscheinen die Memoiren, denen höchste Aufmerksamkeit gewiss ist, wenn in ihnen steht, was man von ihnen erwartet.

Die Krise. Die Krise begann im Februar 2002. Die Ehe, die wie aus dem CSU-generierten Katechismus der bürgerlichen Werte gerissen schien, war beim Teufel: Gemahl Bernd Tewaag, 58, hatte sich mit einem höchst beliebig anmutenden Objekt der Begierde eingelassen, einer Würstelfrau, die Uschi Glas nichts voraus hatte als ein Vierteljahrhundert Jugend. Im Februar wurde die Ehe geschieden. Uschi Glas wurde zum Synonym der Verlassenen. SAT.1, Produzent ihrer Serienerfolge, hatte keine Rollen mehr. Die „Bild“-Zeitung fragte in bewährter Noblesse, ob „diese Frau“ je wieder eine Rolle bekommen würde. Zu alt, hieß es.

Comeback mit Rekord und Skandal. Das Comeback bahnte sich über Österreich an: Karl Spiehs, der schon immer ein wenig klüger war als die anderen, verpflichtete sie als Küchenchefin Annemarie für die Komödie „Drei unter einer Decke“ mit Fritz und Elmar Wepper. Der ORF sendete im Februar, das Ergebnis war sensationell: 1,23 Millionen Seher – Quotenrekord.

Im Juni erregten sich dann deutsche Hausfrauen beiderlei Geschlechts über eine „Max“-Story: Uschi Glas, kein Teenager mehr und doch im Bikini posierend, war das Signal eines neuen Selbstbewusstseins.

Das neue Leben. Nun meldet sie sich im NEWS-Gespräch zurück und erzählt von einem herrlichen Sommer.

  • Soeben drehte sie, wieder für Spiehs, einen Film in großer Besetzung: „Alles Glück der Erde“ ist die Geschichte einer Alleinerzieherin, die ein Gut erbt und sich in einen von Peter Simonischek gespielten Tierarzt verliebt. Glas über den „Burg“-Star: „Simonischek war ein Highlight wie der ganze Sommer. Er ist ein Vollprofi, ein Superkollege, er hat Humor und eine tolle Aura.“

  • Der Dreh für den nächsten Film – Partnerin ist Ruth Drexel, die Mutter des Bullen von Tölz – beginnt am 15. September in Bayern. „Zwei am großen See“ ist „die Geschichte zweier Frauen, die sich zusammenraufen“.

  • Brisant wird es in weiterer Folge. Die Mutter der erwachsenen Kinder Benjamin, 27, Alexander, 19, und Julia, 16, schreibt für Droemer ihre Autobiografie, die im Frühjahr, vielleicht auch erst im Herbst 2004 erscheint.

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    PLUS: Das Interview: Uschi Glas über ihre Pläne, die private und berufliche Zukunft und einen herrlichen Sommer.

    27.8.2003 17:06