SP-Haider im NEWS: "Streicher soll Deal mit Voest-Chef offenlegen."
- Oberösterreichs SP-Chef Erich Haider kontra Voest-Aufsichtsratchef Rudolf Streicher: "Erhält Struzl volle Bezüge ohne Arbeit, ist Streicher rücktrittsreif."
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"Härteste Aktionen" vs Privatisierung
Im NEWS fordert der oberösterreichische SP-Chef Erich Haider, dass "die Verantwortlichen im Voest-Aufsichtsrat, Rudolf Streicher und Rainer Wieltsch nicht länger mauern sollen. Die Öffentlichkeit hat ein Recht zu erfahren, welche Deals mit Generaldirektor Franz Struzl rund um dessen geplantes Ausscheiden beim Aufsichtsrat am 19. September laufen."
"Es kann nicht sein, dass man in dieser Situation der Voest den amtierenden Generaldirektor in die Wüste schickt - schon gar nicht bei vollen Bezügen."
Haider will, dass Struzl zumindest bis zum Ende des Voest-Geschäftsjahres im März 2004 amtiert und dass es Abfertigungen und Lohnfortzahlung in der - kolportierten - Höhe von zwei bis fünf Millionen Euro "sicher nicht" geben dürfe. Haider: "Es kann nicht sein, dass man jemand, dem man gerade wegen der Insider-Affäre einen Persilschein ausgestellt hat, plötzlich bis 2006 mit rund zehn Millionen Schilling Jahresgage spazieren schickt. Lassen sich Streicher und Wieltsch trotzdem darauf ein, sind sie rücktrittsreif."
Angesprochen auf die anstehende Voest-Privatisierung kündigt Haider an, dass "nun der Rechnungshof von der SPÖ eingeschaltet wird, weil sich angesichts dieses Panik-Verkaufs die Frage stellt, ob die Organe ihrer Sorgfaltspflicht nachgekommen sind. ÖIAG-Aufsichtsratschef Heinzel wird da wieder einiges zu erklären haben."
Die traurigste Rolle spiele aber der VP-Landeschef Josef Pühringer: "Er bricht glatt die Landesverfassung, indem er klare Beschlüsse gegen den Voest-Verkauf negiert. Und nützen tut es ihm trotzdem nicht: Statt dass Pühringers Banken-Freunde aus Oberösterreich statt der Grasser-Freunde die Voest übernehmen, ist jetzt jederzeit ein Ausverkauf ins Ausland möglich. Ein Super-GAU für Pühringer."
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