Nach "profil"-Enthüllung: Voest-Geheimtreffen in der Börse abgesagt!
- Börse-Chef: Treffen ist normal, Börse kann die Aktienzuteilung nicht beeinflussen
- SPÖ: Voest wird weit unterm Wert verscherbelt
·Haupt zu Voest
"Verkauf nur unter 3 Bedingungen!"
·voestalpine
FPÖ-Strafanzeige gegen Grasser
·SPÖ & Grüne
Sie wollen voest-Verkauf stoppen
·SP zu voest
Weit unterm Wert "verscherbelt"
·ÖIAG-Boss
Heinzel: Würde Job nicht mehr machen
·ÖIAG-Michaelis
Will "in Summe" Vertrag behalten
·Voest-Chef
Geheimdeal: Volle Bezüge ohne Arbeit
Das Voest-Treffen wurde abgesagt! So reagierte die Wiener Börse auf einen Bericht im neuen "profil", wonach ein prominent besetztes Treffen stattfinden sollte. Thema sollte ein von Vizekanzler Haupt angedachtes "Österreich-Syndikat" sein. Börse-Chef Zapotocky: Es sei vor jedem Börsegang normal, dass sich die wichtigsten Entscheidungsträger treffen, um über alle Grundlagen zu informieren. Die Börse habe keine Möglichkeit, die Aktienzuteilung zu beeinflussen.
Einem "profil" vorliegenden, internen Aktenvermerk zufolge wollte Zapotocky bei der geplanten Geheim-Sitzung eine Vorgangsweise vereinbaren, die sicherstellt, dass das bestehende "Österreich-Syndikat" die höchstmögliche Quote beim Verkauf der ÖIAG-Aktien erhält. Die Gäste auf Zapotockys hochkarätiger Einladungsliste: Oberösterreichs-Raiffeisen-Chef Ludwig Scharinger, VoestAlpine-Vorstand Wolfgang Eder, Erste-Bank-Chef Andreas Treichl, ÖIAG-Vorstand Rainer Wieltsch, ÖVP-Landeshauptmann Josef Pühringer, dessen SP-Vize Erich Haider sowie VoestAlpine-Betriebsrat Helmut Oberchristl.
Voest-Mitarbeiter-Aktien für österreichischen Kern?
Sollte sich die ÖIAG von einem Teil ihrer voestalpine-Aktien trennen, dann sollte den Mitarbeitern des Unternehmens ein Bonus beim Aktienerwerb gegeben werden. Dies forderte Helmut Oberchristl, der Vorsitzende des Konzern-Betriebsrates der voestalpine AG.
Ein solcher Bonus im Zusammenhang mit der Mitarbeiterbeteiligung würde bei deren Aufbau helfen und "unsere bisherigen Leistungen in jahrzehntelanger Arbeit für das Unternehmen honorieren", so Oberchristl, "und es entspricht sicherlich der von vielen Seiten geäußerten Absicht, die voestalpine für die österreichische Wirtschaft und Gesellschaft zu erhalten".
Haupt: Voest-Aktionäre sollen "Syndikat" bilden
FPÖ-Chef Vizekanzler: Die bestehenden Großaktionäre der voestalpine sollten sich zu einem Syndikat zusammenschließen. Damit bliebe bei der Privatisierung über die Börse eine Gruppe österreichischer Kernaktionäre bestehen.
Mit einem solchen Zusammenschluss heimischer Anleger wäre ein Börsegang "kein Problem", meinte Haupt. Allerdings wandte er sich gegen die "Eile, die jetzt an den Tag gelegt wird". Der voest- Aktienkurs sei derzeit zu niedrig. Damit wäre ein rascher Aktienverkauf "gefährlich". (apa)
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