Freitag, 29. August 2003

Neudörfler Büromöbel wird verkauft

Die Firma Neudörfler Büromöbel wird verkauft. Laut einem Bericht von ORF Burgenland zieht sich die Eigentümerfamilie Klettenhammer zur Gänze aus dem burgenländischen Traditionsunternehmen zurück. Als Käufer sei eine Investorengruppe rund um den als Sanierer bekannt gewordenen Manager Erhart Grossnig so gut wie fix.

Einen Minderheitsanteil übernimmt Anton Schubaschitz, Vorstandsdirektor bei Elbemühl Tusch. Die Verträge sollen kommende Woche unterzeichnet werden.

Neudörfler Büromöbel hat 333 Mitarbeiter und leidet schon seit Jahren unter der schlechten Konjunktur. Im Vorjahr hatte die Firma in Österreich einen Marktanteil von zwölf Prozent und war der drittgrößte Möbelhersteller. Täglich werden im Schnitt 200 Kunden mit mehr als 700 Produkten im In- und Ausland beliefert.

Das Unternehmen habe im Vorjahr seinen wichtigsten Kunden in Bayern, eine Flugzeugfabrik durch Konkurs verloren. Eigentümer Gerhard Klettenhammer wollte billiger werden, um dem einbrechenden Möbelmarkt entgegenzuwirken. Nun zieht sich die Familie Kletterhammer völlig zurück, berichtete der ORF Burgenland.

Der Betrieb wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in Neudörfl von Karl Markon gegründet. Am Beginn hatte Neudörfler Schiebetruhen für das Aufräumen von Kriegsschutt in Wiener Neustadt erzeugt. Später produzierte der gelernte Tischler Fenster und Türen, dann Büromöbel.
(apa)

29.8.2003 15:41