AUA will in Bratislava landen - Als Miteigentümer und als Airline
- Sörensen stellt "selektive Direktflüge" in EU-Städte in Aussicht
- Auch Flughafen Wien strebt Beteiligung in Bratislava an
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Die Austrian Airlines-Gruppe möchte sich am slowakischen Flughafen Bratislava/Pressburg beteiligen und mittelfristig Flüge von dort in diverse EU-Städte durchführen. Drehkreuz der börsenotierten Luftfahrt-Gruppe mit den Gesellschaften AUA, Lauda Air und Tyrolean Airways ist der Flughafen Wien, nur rund 50 Kilometer von Bratislava entfernt.
Die Austrian Airlines-Gruppe als Spezialist für Ost- und Zentraleuropa werde "alles daran setzen, um die nächstjährige EU-Osterweiterung als Turbolader für die Ausweitung der Geschäfte in diesem Verkehrsgebiet zu nutzen", umriss die AUA ihre Strategie der nächsten Jahre.
Bratislava stelle für die AUA eine billige Alternative zum Wiener Flughafen dar, daher wolle man mittelfristig von dort Flüge in diverse EU-Städte anbieten, wird Sörensen von der slowakischen Nachrichtenagentur TASR-Slovakia zitiert. Die Ballungsregion Wien/Bratislava werde mit der EU-Erweiterung "sehr an Bedeutung gewinnen", damit habe auch der Flughafen Bratislava "gute Wachstumschancen", erwartet die AUA.
Sörensen hatte erst vor kurzem Osteuropa und die EU-Erweiterung als "Turbolader" für die AUA-Gruppe bezeichnet.
AUA und Flughafen fischen im selben Teich
Vor der AUA hat bereits der Flughafen Wien wiederholt Interesse an der Privatisierung des staatlichen M.R.Stefanik-Flughafen angemeldet. Bratislava kann laut Sörensen in den kommenden Jahren mit beträchtlichen Zuwachsraten bei den Passagierziffern rechnen. Im vergangenen Jahr wurden in Bratislava rund 400.000 Fluggäste abgefertigt. Der Wiener Flughafen wurde im Vergleich dazu von knapp 12 Millionen Passagiere frequentiert.
Aus Sicht der AUA muss der erst am Anfang stehende Privatisierungsprozess von slowakischer Seite erst weiter rechtlich ausgestaltet werden. Es werde eine Beteiligung im Rahmen eines Konsortiums angestrebt. Denkbar wäre eine Zusammenarbeit mit dem Flughafen Wien.
(apa/red)
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