Freitag, 29. August 2003

FORMAT zum Voest-Chaos: ÖIAG-Präsident wehrt sich

  • Heinzel: "Würde diesen Job nicht mehr machen"
  • FPÖ Kärnten bringt Strafanzeige gegen gesamten Aufsichtsrat ein

Wie das neue FORMAT schreibt, bringen ungerechtfertigte Angriffe gegen seine Person Alfred Heinzel nahe an einen Tobsuchtsanfall, zumal er "Ungeduld" sowieso als seine größte Schwäche nennt. Sein kolportiertes fürstliches Gehalt als ÖIAG-Aufsichtsratspräsident ist so eine Sache, die Heinzel in Rage bringt.

Tatsächlich kassiert er für den Job nur exakt 16.715 Euro pro Jahr. Das sind zwar um 77 Prozent mehr als sein Vorgänger, Traumgage wäre aber wahrlich übertrieben. Nicht einmal die Betriebskosten für Heinzels superschnittigen Porsche ließen sich damit decken.

Geld ist kein Motiv für Alfred Heinzel, um sich dafür öffentlich vom Rechnungshof rügen, in einer Parlamentssondersitzung nächste Woche abwatschen oder wegen der Voest-Privatisierung lautstark kritisieren zu lassen. Der Mann ist Unternehmer, dürfte nach alter Währung Milliardär genannt werden und besitzt privat einen Papierkonzern, der zuletzt 608 Millionen Euro Umsatz und 27 Millionen Euro Nettogewinn auswies. "Unabhängigkeit ist mein einziges Privileg. Ein Angestellter oder ein Funktionär könnte diese Aufgabe in der ÖIAG gar nicht machen."

Trotzdem steht Heinzel, der öffentlichen Auftritten am liebsten aus dem Weg geht, plötzlich im Zentrum eines Politkrieges. Wegen der von ihm abgeschlossenen und vom Rechnungshof kritisierten Verträge mit den ÖIAG-Vorständen Peter Michaelis und Rainer Wieltsch - Stichwort: Pensionsberechtigung schon nach drei statt nach fünf Jahren - hat die SPÖ für den 2. September eine Sondersitzung beantragt, bei der sie auch die Ablöse aller drei Manager fordern wird.

Die ganze Story lesen Sie jetzt in der aktuellen Ausgabe des FORMAT

29.8.2003 11:22