Donnerstag, 28. August 2003

Jörn Kaniak verlässt Post-Vorstand - Vierervorstand wird nachbesetzt

  • Zwei frei vakante Vorstandsmandate werden "ehestmöglich" neu ausgeschrieben

Die Österreichische Post setzt ihre Expansionsstrategie nach Ost- und Südosteuropa fort. Am Donnerstag genehmigte der Aufsichtsrat den Kauf eines privaten Paketzustellers in Kroatien, mit dem bereits ein Letter of Interest unterzeichnet wurde.

Das Unternehmen, das bis zur Vertragsunterzeichnung auf Grund einer Geheimhaltungsklausel nicht genannt werden darf, ist nach der staatlichen Post der zweitgrößte Paketzusteller am kroatischen Markt. Es soll stark expansiv sein und seine Umsätze zuletzt verdoppelt haben.

Die Akquisition gehört zur Ostexpansion der Österreichischen Post, die der Aufsichtsrat bereits im heurigen Mai genehmigt hat. Dabei soll die Post außer jetzt in Kroatien auch Paketdienste in Tschechien, Ungarn, Bulgarien und Rumänien im Visier haben, unter denen sich die drei wichtigsten Marktführer befinden, hieß es in früheren Angaben.

Kroatien ist das jetzt das dritte Land, wo die Post ihre Ostexpansionsstrategie umsetzt. In Slowenien hat sie im Vorjahr die Yellogistics auf der grünen Wiese gegründet, in der Slowakei hat sie die Slovak Parcel Services übernommen, einen nationalen Paketzusteller, der mit einem Schwesterunternehmen im internationalen Speditions- und Paketdienst tätig ist.

Vom Tisch ist derzeit ein Einstieg der Deutschen Post bei der Österr. Post AG, heißt es in Aufsichtsratskreisen. Ein Business-Plan habe bewiesen, dass eine Standalone-Lösung funktioniere. In der ÖIAG sei eine Post-Privatisierung heuer kein Thema mehr. Ein weiterer Personalabbau erfolge gemäß Business-Plan, wobei ausschließlich auf natürliche Abgänge zurückgegriffen werde.

(apa)

28.8.2003 18:25