Mittwoch, 27. August 2003

ÖGB-Verzetnitsch: Am 4. September wird demonstriert!

  • Der aktuelle Streik-Fahrplan in NEWS: Jetzt droht heißer Herbst!
  • Rechnungshof: ÖBB-Frühpensionen sind korrekt

Gewerkschafts-Präsident Fritz Verzetnitsch sagt es klar: Das "heimische Industrie-Potenzial" muss "sicher gestellt" werden. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, werde am 4. September demonstriert. Es gehe darum, die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten zu verbessern - das gelte für die voestalpine genauso wie für die ÖBB oder die AUA.

Die Zeichen stehen für den Herbst auf Streik - und zwar in ganz Österreich! "Wir werden der Regierung ihre Grenzen aufzeigen", sagt der Chef der Eisenbahnergewerkschaft im neuen NEWS. Post, ÖBB, Gemeindebedienstete sowie Handel, Transport und Verkehr könnten sich an dem Protest beteiligen. Die Gewerkschaftsallianz "infra", deren Sprecher Haberzettl ist, umfasst rund 600.000 Mitglieder.

Am 4. September werde es die erste "Auftaktveranstaltung" in Form einer Menschenkette in Linz geben. Ziel der Aktionen sei es laut Haberzettl, "der Regierung die Grenzen betreffend Voest-Privatisierung, ÖBB-Reform, Post- und Telekomverkauf aufzuzeigen".

Sowohl ein Sprecher der Eisenbahnergewerkschaft als auch der ÖBB und des Büros von Verkehrsstaatssekretär Helmut Kukacka (V) haben erklärt, dass es derzeit keine Veränderungen bei den seit Anfang dieser Woche bekannt gewordenen Positionen gäbe, aber laufend Gespräche unter Einbeziehung von Verkehrsminister Gorbach (F) stattfinden.

Kukacka-Sprecher Dolezal geht davon aus, dass die ÖBB-Reform Mitte September in die parlamentarische Begutachtung geht und mit 1. Jänner 2004 in Kraft treten kann. Für diesen Fall haben die Eisenbahnergewerkschafter Kampfmaßnahmen angekündigt. (apa)

27.8.2003 16:51