Mittwoch, 27. August 2003

Insolvenzen: Junge Betriebe häufiger betroffen

  • 54 Prozent aller Fälle von Zahlungs-Unfähigkeit entfallen auf Betriebe, die nach 1995 gegründet wurden

Junge Betriebe sind die Hauptopfer der Insolvenz-Wellen. 54 Prozent der Fälle im ersten Halbjahr 2003 betreffen Unternehmen, die nach 1995 gegründet wurden. Unternehmens-Gründungen sind ein wichtiger Schritt, sagt der Kreditschutzverband von 1870. Aber auch für die Unternehmens-Sicherung und die Motivation der Gründer müsse man sorgen.

Trotz 14.752 Neugründungen gab es im ersten Halbjahr 2003 nur 11.774 Neueintragungen ins österreichische Firmenbuch. 9.188 Firmen wurden gelöscht.

Auch wenn Wirtschaftskammer-Präsident Leitl die zahlreichen neuen Gründungen als "Dynamik in die Zukunft" und "Good News" preist: 90 Prozent der neuen Unternehmen sind Einzel- und Personen-Gesellschaften mit geringer, wenn überhaupt vorhandener Mitarbeiterzahl.

Mehr als ein Drittel aller österreichischen Unternehmen bestehen nur aus einer einzigen Person - dem Gründer.
(apa, red)

27.8.2003 15:03