500 Milliarden Dollar - "Relativ kleines" Budgetloch in den USA
- Bush-Berater rechtfertigt Steuerkürzungen und Budgetlücke
- Steuersenkungen sollen Wirtschaft ankurbeln und Wirtschaftswachstum soll Budget-Lücke schließen

Rund 500 Milliarden Dollar Budgetdefizit und eine Defizitquote von fast 4,5 Prozent sind in den USA offenbar kein Grund zur Panik. Randall S. Kroszner, Professor an der Universität Chicago und in der Zeit von 2001 bis Mitte dieses Jahres einer der drei engsten Wirtschaftsberater von US-Präsident George W. Bush, hält die Budgetlücke für "relativ klein" und sieht darin "kein Problem".
Das mit den jüngsten US-Steuersenkungen das US-Haushaltsloch noch weiter vergrößert werden könnte, befürchtet er nicht.
Mit dem Wirtschaftsaufschwung werde die Budgetlücke wieder geschlossen werden. Noch heuer sei mit einer deutlichen Erholung zu rechnen. Langfristig erwarte er ein jährliches Wirtschaftswachstum von 3,1 Prozent. Sowohl im laufenden zweiten Halbjahr, als auch im kommenden Jahr werde man sogar darüber liegen, sagte Kroszner anlässlich der Wirtschaftsgespräche beim Europäischen Forum Alpbach.
Die Federal Reserve Bank of Philadelphia hatte Ende vergangener Woche für das dritte Quartal einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,5 Prozent vorausgesagt. Damit würde sich das Wirtschaftswachstum in den USA nach einem Anstieg von 1,4 Prozent und plus 2,4 Prozent in den ersten beiden Quartal dieses Jahres weiter beschleunigen.
(apa, red)
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