Montag, 25. August 2003

Bald Tyrolean-Piloten am Steuer von AUA-Maschinen?

  • Tyrolean-Kapitäne vergleichsweise "billig"

Ab nächstem Jahr könnten vergleichsweise "billige" Piloten von Tyrolean Airways am Steuer von AUA-Maschinen die deutlich besser bezahlten AUA-Piloten ersetzen. Derzeit laufen Gespräche, dass die firmeninterne Beschränkung, wonach Tyrolean-Piloten nur Maschinen bis zu 80 Plätzen fliegen dürfen, fallen könnte, schreibt die Tageszeitung "Kurier" in ihrer Dienstag-Ausgabe.

Tyrolean Betriebsrat Norbert Fröwis bestätigte gegenüber der Zeitung diesbezügliche Gespräche mit Tyrolean-Chef Johann Messner. "Alle näheren Definitionen der Geschäftsfelder hängen von der Tragfähigkeit und Qualität einer Gesamtlösung ab", erklärte AUA- Sprecher Johannes Davoras auf APA-Anfrage dazu lediglich - in Anspielung auf den aktuellen Arbeitskampf der AUA-Piloten. Derzeit laufen Bemühungen, noch für diese Woche einen Termin für neue Verhandlungen auf Sozialpartner-Ebene zu vereinbaren.

Die - intern "C-33" genannte - Betriebsvereinbarung, die der AUA 40 Prozent an der Gesamtproduktion der Austrian Airlines-Gruppe aus den Gesellschaften AUA, Lauda Air und Tyrolean Airways sichert, läuft war Ende 2002 aufgekündigt worden und läuft nach einer einjährigen Frist mit Jahresende 2003 aus. Das Ende dieses "Unterwanderungsschutzes" hatte zu Jahresbeginn den schwelenden Konflikt zu Jahresbeginn 2003 eskalieren lassen. Am Freitag der Vorwoche fand die Auseinandersetzung mit einem dreistündigen Streik der AUA-Piloten ihren vorläufigen Höhepunkt.

Fröwis glaubt zwar nicht, "dass Tyrolean Piloten künftig Airbus fliegen", ein Umstieg von Fokker 70 auf Fokker 100-Maschinen mit 100 Sitzplätzen sei aber ohne Umschulung möglich. "Dann wollen wir aber auch mehr Geld", wird er zitiert. AUA-Bordbetriebsrat Rudi Novak sieht die AUA-Piloten durch den Plan nur mäßig bedroht: "Solche Strukturen aufzubauen kostet viel Geld".

(apa)

25.8.2003 17:28