Nach 9 Monaten: Siziliens Fiat-Werk produziert wieder
- Autoschmiede in Termini Imerese stellt jetzt neue Punto-Modelle her

Seit Montag wird im sizilianischen Fiat-Werk wieder produziert. Fast neun Monate war die Autoschmiede in Termini Imerese still gestanden. Die Werke von Termini Imerese waren zu einem Symbol des harten Kampfes der Fiat-Arbeitnehmer gegen die Massenkündigungen geworden, die seit Dezember vergangenen Jahres zur Streichung von 5.600 Arbeitsplätzen geführt hatten. Wochenlang hatte die sizilianische Fiat-Belegschaft in Termini mit Straßen- und Bahnblockaden gegen die Sperrung des Werks protestiert.
Über 900 Arbeitnehmer begannen am Montag um 6 Uhr morgens ihre Arbeitsschicht. Sie werden die ersten Exemplare des neuen Modells Punto-Restyling herstellen, auf das Fiat für seinen Neubeginn nach anderthalb Jahren tiefster Krise hofft. Ab 5. September sollen zirka 250 Punto pro Tag hergestellt werden. "Wir sind natürlich zufrieden, Punto ist die Hoffnung aller Fiat-Arbeitnehmer", betonte der Sprecher der sizilianischen Belegschaft, Roberto Mastrosimone.
Die Wiedereröffnung der sizilianischen Produktionswerke sind ein Schwerpunkt des Sanierungsplans, den Fiat-Geschäftsführer Giuseppe Morchio Ende Juni vorgestellt hatte. Im September wird die Gruppe drei neue Automodelle auf den Markt bringen, in die bereits 1,5 Mrd. Euro investiert wurden. Zu den neuen Modellen, die im Herbst lanciert werden, zählt auch der "Fiat Gingo", der in Polen hergestellt wird. Im kommenden Jahr sollen 200.000 Einheiten dieses Modells auf den Markt gebracht werden.
Der Beschäftigungsnotstand bei Fiat scheint sich nun langsam zu entschärfen. Von den rund 5.600 Personen, die im Rahmen des im Dezember verabschiedeten Sanierungsplans dienstfrei gestellt wurden, bleibt nur noch die Hälfte arbeitslos. Die anderen Arbeitnehmer konnten dank der Wiedereröffnung der sizilianischen Fiat-Produktionsanlagen in Termini Imerese und Cassino wieder zur Arbeit zurückkehren. (apa/red)
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