WM im Stade de France für ÖLV "absolut enttäuschend"
- Viele negative Ergebnisse stürzen den Verband in tiefe Krise
- Steffi Graf schockiert über Doping-Vorwürfe (Kasten rechts)
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Der Österreichische Leichtathletik-Verband blickt auf eine ernüchternde WM in Paris zurück. Ein ähnliches Debakel hatte es zuletzt 1997 bei den Titelkämpfen in Athen gegeben. Negative Ergebnisse auf der Laufbahn, dazu das positive Doping- Resultat von Hürdensprinter Elmar Lichtenegger - Österreichs Leichtathletik befindet sich ein Jahr vor den Olympischen Spielen in Athen in einer tiefen Krise.
"Diese WM ist absolut enttäuschend verlaufen", lautete das Schlussresümee von ÖLV- Sportkoordinator Hannes Gruber. Während Grafs 800-m- Medaillenträume im Badezimmer zerstört wurden, gingen die restlichen Österreicher im Stade de France baden oder bereits auf dem Aufwärmplatz k.o.
Mit Schnittverletzungen bestes WM-Ergebnis
Platz acht von Graf, die im Finale wegen ihrer Schnittverletzungen nicht am Start war, wird nach WM-Ende das beste ÖLV-Ergebnis lauten. Die 800-m-Vize-Europameisterin nahm zu den unterschwellig geäußerten Dopingvorwürfen Stellung: "Ich bin total schockiert und fertig, dass mir jetzt unterstellt wird, ich hätte mir den Fuß absichtlich zerschnitten, um einer Dopingkontrolle zu entgehen". Zudem erklärte Graf, sie sei von der IAAF am Freitag unmittelbar nach ihrer Ankunft getestet worden.
Eine elende WM-Vorstellung
Zurück zum Resümee: Sprinterin Karin Mayr-Krifka erreichte die Plätze 18 (100 m/58 Teilnehmer) bzw. 21 (200 m/41), U23-Europameister Martin Pröll musste sich nach dem Vorlauf-Out über 3.000 m Hindernis mit Rang 22 begnügen, während Günther Weidlinger nach seinem vierten Sturz bei einem Großereignis ebenso ohne Platzierung dastand wie Hürdensprintin Elke Wölfling, die sich beim Aufwärmen einen Muskelfaserriss zuzog. Die mit Abstand elendste WM-Vorstellung ging jedoch auf das Konto von 5.000-m-Rekordlerin Susanne Pumper, die als 27. beinahe überrundet worden wäre.
(apa)










