Rapid das Team der Stunde: 6 Spiele, 5 Siege
- Coach Hickersberger: "Austria bleibt Favorit"
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16 Punkte aus sechs Spielen & klarer Tabellenführer! Rapids Youngsters sind ganz klar das Sensationsteam des ersten Meisterschafts-Sechstels. Können die Grünweißen sich mit den Favoriten Austria & GAK um den Titel matchen? Rapid-Coach Pepi Hickersberger will davon noch nichts wissen. Was sagen Sie: Wer holt heuer den Titel?
Fünf Siege und ein Remis in den ersten sechs Meisterschaftsspielen, dazu mit 15 Treffern die meisten Tore aller Bundesligisten erzielt - schön langsam mausern sich die Grün-Weißen zumindest zu einem Geheimfavoriten für den Titel, obwohl ihnen vor Saisonstart zumeist nur die Rolle eines Mittelständlers zugetraut worden war.
Hickersberger vorsichtig
"Die Austria ist nach wie vor haushoher Favorit, der GAK der erste Herausforderer. Wir spielen einfach von Spiel zu Spiel, haben uns aber schön langsam ein bisschen Respekt verdient", gab sich Trainer Josef Hickersberger bescheiden.
Schlecht gespielt beim 4.1?
Zu viele Fehler hatten sich bei den Wienern vor allem in der ersten Hälfte eingeschlichen, als dass der frühere ÖFB-Teamchef höhere Ziele formulieren wollte. "In der ersten Hälfte war Mattersburg die bessere Mannschaft, da hätte das Spiel kippen können", gab "Hicke" zu. Ähnlich sah es auch Rapids Burgenländer Andi Ivanschitz, mit Steffen Hofmann, Goalie Helge Payer und dem wiedererstarkten Rene Wagner wieder einmal Erfolgsgarant für Rapid und Schütze des zweiten Treffers für die Wiener aus einem sehenswerten Freistoß. "Das war eines unserer schlechteren Spiele, vor allem in den ersten 45 Minuten waren wir nicht gut."
Mattersburgs Kühbauer diskutierte nach Spielende wild gestikulierend mit Hickersberger. "Ich habe ihm nur zum verdienten 4:1 gratuliert", sagte Kühbauer. Sein Gesprächspartner gab den Inhalt der Unterredung anders wieder. "Er hat mir gesagt, dass er meine Aussagen über die Schiedsrichterlehrgänge als unfair empfunden hat. Ich habe das aber ironisch und mit einem bewundernden Unterton gemeint", erklärte Hickersberger, der im Vorfeld der Partie gemeint hatte: "Verwundert bin ich nur, dass er am Platz noch immer genug Zeit findet, um seine Schiedsrichterlehrgänge zu absolvieren."
Doch nicht nur Hickersberger, auch Kühbauer selbst hatte mit Kommentaren über die angeblich mangelnden Qualifikationen von Rapid-Manager Werner Kuhn und Stefan Ebner, Mitarbeiter von Sportmanager Peter Schöttel, aufhorchen lassen, was Präsident Rudolf Edlinger kritisierte. "Ich möchte diese Aussagen ungeachtet seiner großen Verdienste um Rapid entschieden zurückweisen", meinte der frühere Finanzminister, wünschte Kühbauer aber auch viel Erfolg mit Mattersburg, denn "schließlich weiß auch ich, dass er nach wie vor im Herzen ein grün-weißer Rapidler geblieben ist."
Dies bestätigte auch Kühbauer selbst. "Ich wünsche den Rapidlern, dass die um die Meisterschaft mitspielen."
(apa/red)
