Uwe Seeler sorgt sich um Jaras Hamburger SV
- Ex-Präsident: "Beängstigend, sehe derzeit keine Mannschaft"
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Uwe Seeler, Ehrenkapitän des deutschen Fußball-Nationalteams, macht sich große Sorgen um "seinen" Hamburger SV. "Es ist beängstigend, was dort gegen Bayern München auf dem Rasen zu sehen war, da fehlt die Einstellung, die Bereitschaft, alles aus sich herauszuholen", sagte der ehemalige Profi und Präsident des Bundesliga-Vorletzten.
Zu seiner Zeit hätten sich die Spieler "gewehrt und gebissen" und hätten trotz einer Niederlage aufrecht vom Platz gehen können. "Wenn ich gegen die Bayern spiele, dann weiß ich vorher, dass ich 120 Prozent geben muss. Aber davon ist zur Zeit ja gar nichts zu sehen", monierte der frühere Torjäger gegenüber der "Bild"-Zeitung.
Mannschaft ist kein Team
Bereits anlässlich der Vorstellung seines Buches "Danke, Fußball" vor dem Anpfiff der Bundesliga-Jubiläumspartie HSV - FC Bayern München (0:2) hatte das HSV-Idol am vorigen Sonntag bedauert, dass viele Werte abhanden gekommen seien und das Geld zu sehr im Vordergrund stehe. Wenn eine Mannschaft nicht als Team auftrete, könne man keinen Erfolg haben. "Beim HSV sehe ich derzeit keine Mannschaft", bedauert Seeler, "jeder einzelne bringt zu wenig".
Jara unter Zugzwang
Wenn der österreichische Trainer Kurt Jara das Problem nicht möglichst schnell in den Griff bekomme, sieht Seeler schon im DFB-Pokalspiel am Montag in Dresden gegen Dynamo große Probleme auf die Hanseaten zukommen. "In Leverkusen danach gewinnst du auch keinen Blumentopf."
(apa/red)
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