Samstag, 30. August 2003

Tausende flohen vor Waldbrand an der Costa Brava

  • Wohnsiedlungen und Campingplätze vorsorglich evakuiert

Ein Waldbrand an der nordostspanischen Costa Brava hat mehr als 12.000 Einwohner und Urlauber in die Flucht getrieben. 17 Wohnsiedlungen, vier Campingplätze sowie Appartement-Anlagen in der Gegend um den Badeort Platja d'Aro seien vorsorglich evakuiert worden, teilten die Behörden am Samstag mit.

Auch ein Wasserpark und ein Supermarkt seien geräumt worden. Mehrere Menschen hätten leichte Rauchvergiftungen erlitten. Ein Haus brannte bis auf die Grundmauern nieder. Mittlerweile sei das Feuer unter Kontrolle, viele der Betroffenen hätten in ihre Häuser zurückkehren können.

Die Flammen zerstörten eine Fläche von rund 350 Hektar Pinienwald und Gebüsch. Die Feuerwehr geht von Brandstiftung aus. Augenzeugen hätten einen Motorradfahrer beobachtet, der möglicherweise das Feuer gelegt habe. Ein weiterer Brand war bei Bunol in der Region Valencia aktiv. Dort fraßen sich die Flammen durch 1.200 Hektar Unterholz.

Bei verheerenden Bränden waren in den ersten beiden Augustwochen in Spanien und Portugal bereits Zehntausende Hektar Wald vernichtet worden. In Spanien kostete die inzwischen abgeklungene Hitzewelle nach neuesten Angaben 106 Menschen das Leben. (apa)

30.8.2003 13:30