Horror-Anschlag in Najaf: Vier Verdächtige festgenommen!
- Vier Verdächtige in Haft - Al Jazeera spricht von 19 Festnahmen!
- Schiitische Mitglied im Regierungsrat verlässt Gremium
·Bakr al Hakim
Prominentester Schiitenführer Iraks
·UNO-Attentat
El Kaida bekennt sich zu Anschlag
Die irakische Polizei hat nach dem schweren Bombenanschlag in Najaf, bei dem über huntert Menschen ihr Leben verloren, vier arabische Verdächtige festgenommen. Der arabische TV-Sender Al Jazeera berichtet sogar von 19 Festnahmen. Für den Anschlag haben Anhänger des getöteten Schiitenführers Al Hakim das Terror-Netzwerk Al Kaida verantwortlich gemacht. Als Reaktion auf den Terror-Anschlag hat ein schiitisches Mitglied des irakischen Regierungsrates das Gremium verlassen.
Für den verheerenden Anschlag von Najaf haben Anhänger des getöteten Schiitenführers Mohammed Bakr al Hakim das Terror-Netzwerk Al Kaida verantwortlich gemacht. Die vier von der Polizei festgenommenen mutmaßlichen Attentäter seien Al-Kaida-Mitglieder, sagte ein Vertreter des Obersten Rats der Islamischen Revolution im Irak (SCIRI) am Samstag. Der arabische Fernsehsender Al Jazeera berichtete hingegen, dass bis Samstag mindestens 19 Menschen festgenommen worden seien. Andere Agenturen meldeten unter Berufung auf die US-Armee beziehungsweise einen Polizeisprecher drei bis vier Festnahmen.
Als Reaktion auf den Anschlag in Najaf verlässt das schiitische Mitglied im irakischen Regierungsrat, Mohammed Bahr al Ulum, vorübergehend das Gremium. Die Unfähigkeit des Regierungsrates, die US-geführten Besatzungstruppen zum Beschützen "des schiitischen Volkes, der heiligen Stätten und religiösen Autoritäten" zu bewegen, habe ihn zu dem Schritt veranlasst teilte der Würdenträger mit.
Über hundert Tote bei Anschlag in Najaf
Bei dem verheerenden Autobombenanschlag in Najaf sind möglicherweise mehr als hundert Menschen getötet worden. Ein Krankenhaus in der irakischen Stadt habe 124 Todesopfer gemeldet, berichtete der US-Nachrichtensender CNN am Freitagabend. Zuvor war von 75 bis 82 Toten die Rede gewesen. Mehr als zweihundert Menschen wurden verletzt.
Der Sprengsatz war während des Freitagsgebets explodiert und tötete auch den führenden schiitischen Geistlichen Mohammed Bakr al Hakim. In der Umgebung der Imam-Ali-Moschee, die als heiligste Stätte der Schiiten im Irak gilt, wurden mehrere Gebäude und Fahrzeuge zerstört.
700 Kilogramm Bombe
Bei dem verheerenden Anschlag sind etwa 700 Kilogramm Sprengstoff verwendet worden. Das explosive Material, darunter Dynamit, Handgranaten und Granaten, sei in zwei Autos versteckt gewesen, sagte der Gouverneur von Najaf, Haidar Mehdi Mattar, am Samstag. Die Bombe sei per Fernsteuerung ausgelöst worden. (apa)
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