Todesstrafe nach Amoklauf in japanischer Schule
- Täter hatte acht Kinder in einer Volksschule erstochen
Zwei Jahre nach seinem Amoklauf in einer Volksschule hat ein Gericht in Japan den Täter zum Tode verurteilt. Der ehemalige Hausmeister Mamoru Takuma wurde schuldig gesprochen, für den Tod von acht Kindern verantwortlich zu sein. Er war im August 2000 in die Grundschule eingedrungen und hatte mit einem Messer auf die Kinder eingestochen.
Das Gericht in Osaka erklärte, der Angeklagte sei geistig in der Lage, zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden, wie der Fernsehsender NHK berichtete. Der 39-Jährige hatte ein Geständnis abgelegt. Da er jedoch unter Schizophrenie litt, war nicht klar, ob die Richter ihn schuldig sprechen würden. Takuma zeigte während des Prozesses wenig Reue und erklärte, er habe keine Angst vor dem Tod.
Vor der Urteilsverkündung wollte Takuma noch etwas sagen, die Richter ließen das jedoch nicht zu. Als er weitersprechen wollte, wurde er des Saales verwiesen. Das Urteil wurde in seiner Abwesenheit verlesen. (apa)
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