UNO-Sonderbeauftragter de Mello wurde am Donnerstag beigesetzt
- Trauergottesdienst in Sankt-Pauls-Kirche in Genf
- Gebürtiger Brasilianer stand 33 Jahre im Dienst der UN
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De Mello erfahrener Konfliktmanager
Neun Tage nach dem Anschlag auf das UN-Hauptquartier in Bagdad ist der UN-Sonderbeauftragte für den Irak, Sergio Vieira de Mello, am Donnerstag in Genf beigesetzt worden. Nach einer Trauerfeier in der katholischen Kirche St. Paul mit 800 Gästen wurde der Brasilianer im engsten Familienkreis auf dem Friedhof Plainpalais begraben. Bei dem Anschlag am 19. August waren 23 Menschen ums Leben gekommen.
Unter den Trauergästen waren Nane Annan, die Frau von UN-Generalsekretär Kofi Annan, die Sängerin Barbara Hendricks, Ruud Lubbers, der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, der amtierende Menschenrechtskommissar Bertrand Ramcharan und Juan Somavia, der Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation.
Die Söhne Laurent und Adrien gaben ihrem Schmerz und ihrer Hoffnung Ausdruck. Kein Gott ermutige zu solchen Handlungen, sagte Laurent mit Blick auf das Attentat, bei dem sein Vater mit 55 Jahren ums Leben kam. Er rief dazu auf, das Ideal zu leben, das Vieira de Mello verkörpert habe.
Freunde erinnerten anschließend an Begebenheiten in Viera de Mellos Leben, von seiner Ankunft aus Brasilien 1966 in Genf, über sein Philosophiestudium in Fribourg und Paris, seine Teilnahme an den Barrikaden im Mai 68 in Paris und seine Arbeit beim UNO- Hochkommissariat für Flüchtlinge ab 1969.
Sie erinnerten an die charismatische Persönlichkeit des Brasilianers, der im Dienst des Friedens schwierige Aufgaben in Ruanda, Bosnien, Kambodscha, Kosovo und Osttimor übernahm. Zuletzt wurde er im Juni Sonderbeauftragter des UNO-Generalsekretärs in Irak.
(apa)
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