Dienstag, 26. August 2003

Irak: Mehr US-Tote nach Krieg als wähend der Kämpfe

  • Bis Kriegsende starben 138 Soldaten, danach bereits 139

Bei der Explosion einer am Straßenrand versteckten Bombe im Irak ist am Dienstag ein US-Soldat ums Leben gekommen. Zwei Soldaten wurden bei dem Anschlag nordwestlich von Bagdad verletzt, so ein US-Militärsprecher. Seit Beginn des Irak-Krieges kamen damit 277 US-Soldaten bei Kampfhandlungen ums Leben. Nach Ende des Krieges sind also bereits mehr Soldaten gestorben als während des Krieges.

Nach dem Ende der größeren Kampfhandlungen hatte US-Präsident Bush an Bord des Flugzeugträgers "USS Abraham Lincoln" am 1. Mai den Krieg für beendet erklärt. Seitdem starben bereits 139 US-Soldaten. Während des Krieges im März und April waren im Irak 138 Soldaten ums Leben gekommen, davon 115 in Gefechten. Die Zahl der seit dem 1. Mai bei Anschlägen oder in Gefechten gefallenen US-Soldaten liegt bei 62. Die anderen Soldaten starben jeweils bei Unfällen und durch Krankheiten.

Verteidigungsminister Rumsfeld wies unterdessen Forderungen nach einer Verstärkung der amerikanischen Truppenpräsenz im Irak zurück. Die derzeitige Zahl von 139.000 sei "angemessen", sagte er auf einem Luftwaffenstützpunkt in San Antonio. Sollte der Oberbefehlshaber des Zentralkommandos, General John Abizaid, allerdings weitere Truppen anfordern, werde er dem nachkommen. Vielmehr habe Abizaid sich aber für eine stärkere Präsenz von Soldaten aus anderen Ländern ausgesprochen. "Daran arbeiten wir", sagte Rumsfeld. Nach Pentagon- Angaben haben sich 30 Länder bereit erklärt, Truppen in den Irak zu entsenden.

(apa)

26.8.2003 15:07