Österreich: Höhere Lebenserwartung im Westen als im Osten
- Gründe: Ernährung, Armutsgefälle und Vorsorgeuntersuchungen
- Lebenserwartung in Österreich: Männer - 75,9, Frauen - 81,7
·Volkskrankheit
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Bei der Lebenserwartung der Österreicher herrscht ein deutliches West-Ost-Gefälle. So sterben die Wiener im Schnitt um fast zwei Jahre früher als etwa die Vorarlberger oder Tiroler. Diese Zahlen gehen aus dem neu erschienenen Bericht der Stadt Wien zur "Lebenserwartung und Mortalität in Wien" hervor. Österreichweit lag die Lebenserwartung in Österreich 2001 bei 81,7 (Frauen) bzw. 75,9 Jahren (Männer).
Westösterreich (Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich) liegt durchwegs über dem Bundesdurchschnitt, der Osten darunter. Während sich die regionale Streuung in den vergangenen zwei Jahrzehnten aber grundsätzlich verringert hat, hat sich der Abstand Wiens zum Österreich-Schnitt von 0,5 auf 0,8 Jahre vergrößert.
Ernährung und Vorsorgeuntersuchungen
Eleonore Bachinger von der Abteilung Gesundheitsplanung und Finanzmanagement der Stadtverwaltung, führt das auf ein größeres Gesundheits- und Ernährungsbewusstsein in den westlichen Bundesländern zurück. Vorsorgeuntersuchungen würden häufiger in Anspruch genommen. Außerdem sei in Wien noch die spezifische Sozialstruktur und das Armutsgefälle zu berücksichtigen. Im Vergleich zu anderen Großstädten liege man aber gut.
Europaweit im guten Mittelfeld
Im europäischen Vergleich zeigt sich in den vergangenen Jahrzehnten ein steiler Anstieg der Lebenserwartung in Österreich - und zwar bei Männern und Frauen. Lag man in den achtziger Jahren noch unter dem Durchschnitt, überflügelte die Alpenrepublik 1990 sogar Deutschland. Heute liegt man laut dem Bericht im guten Mittelfeld. (apa)
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