Donnerstag, 28. August 2003

Schülerzahlen in Österreich gehen weiter zurück

  • "Schülerschwund" vor allem bei "Taferlklasslern"
  • BMHS und AHS-Unterstufe legen zu

Bereits zum dritten Mal hintereinander sinkt heuer die Schülerzahl in Österreich. Wie aus Schätzungen des Bildungsministeriums hervorgeht, werden im bevorstehenden Schuljahr 2003/04 insgesamt 1.205.046 Kinder und Jugendliche in Österreich die Schulbank drücken - das ist ein Minus von rund 4.500 Schülern bzw. um 0,4 Prozent gegenüber 2002/03 und damit der höchste Rückgang seit langem.

Besonders deutlich zeigt sich der Schülerschwund in der ersten Volksschulklasse: Heuer wird es nur mehr rund 90.700 "Taferlklassler" geben, rund zwei Prozent weniger als im Vorjahr. Über alle Schulstufen verzeichnet die Volksschule einen Rückgang von 381.140 auf 376.566 Kinder (minus 1,2 Prozent).

Es gibt aber auch "Gewinner" unter den Schultypen: So hält etwa der Run auf die berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) an, sie verzeichnen ein Plus von 0,7 Prozent auf fast 180.000 Jugendliche. Etwas weniger beliebt als im Vorjahr ist dagegen die AHS-Oberstufe. Mit rund 76.800 Schülern weist sie ein Minus von 0,4 Prozent auf.

Insgesamt können die allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS) aber zulegen. Sie werden heuer von mehr als 191.100 Schülern besucht (plus 0,7 Prozent). Der Grund: Die AHS-Unterstufe gewinnt erneut auf Kosten der Hauptschule. Während heuer mit rund 266.700 Schülern die Hauptschule ein Minus von 0,5 Prozent verzeichnet, kann die AHS- Unterstufe auf ein Plus von 1,5 Prozent verweisen. Dieser Trend dürfte sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen, spiegelt er sich doch in den jeweiligen ersten Klassen wider (Hauptschule: minus 0,2 Prozent, AHS: plus 0,6 Prozent).

Einen Schüler-Rückgang um 0,6 Prozent müssen auch die Berufsschulen hinnehmen. Praktisch unverändert bleiben hingegen die Polytechnischen Schulen mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent.

(apa)

28.8.2003 14:52