Gehrer: "Werde nicht mehr in kurzen Abständen Lehrer verunsichern"
- "Mir liegt nichts daran, unruhige Bedingungen zu haben"
- Neuaufteilung der Lehrergehälter
·Lehrer-Gehalt
ÖVP will neues Schema einführen
"Mein guter Vorsatz für das neue Schuljahr ist es, dass ich nicht mehr in kurzen Abständen die Lehrerschaft verunsichern werde", erklärte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer in einem Interview. Auf die Frage, ob sie nach dem von Streiks und Protesten überschatteten abgelaufenen Schuljahr ein ruhigeres Jahr 2003/04 erwarte, meinte sie, dass man sehr stabile Rahmenbedingungen und damit eine Basis erarbeitet habe, auf der man jetzt aufbauen könne.
"Mir liegt nichts daran, unruhige Bedingungen zu haben, aber auch nichts daran, absolute Ruhe zu haben - Weiterentwicklungen muss es geben", sagte Gehrer im APA-Gespräch.
160 Dienstposten mehr
Für das am kommenden Montag (1. September) beginnende neue Schuljahr 2003/04 gebe es für mehr Schüler an weiterführenden Schulen mehr Dienstposten. Österreichweit seien es um 160 Dienstposten mehr, was Mehrkosten von 28 Mio. Euro ausmache. Die Schulen wüssten jetzt bereits auch schon, welche Ressourcen sie im nächsten Schuljahr 2004/05 haben, "das heißt, sie können inhaltlich und qualitativ ans Werk gehen".
An vorderster Stelle der Weiterentwicklung im neuen Schuljahr nennt Gehrer die Qualitätssicherung. Dazu zähle u.a. die Einführung von Leistungsstandards für die vierte, achte und zwölfte Schulstufe, in denen festgelegt wird, was Schüler jeweils können sollen, und die Steigerung der Qualität in internationalen Vergleichen, weshalb beispielsweise die Leseförderungs-Aktion "Lesefit" fortgesetzt werde.
Höhere Einstiegsgehälter
Möglichst bald sollte nach den Wünschen Gehrers über die Neuaufteilung des Lebensgehalts von Lehrern entschieden werden. Ziel ist es, dass Junglehrer höherer Einstiegsgehälter bekommen, dafür soll sich die Gehaltskurve mit zunehmendem Alter abflachen.
Für Gehrer ist die Neuaufteilung des Lehrer-Lebensgehalts ohnedies ein Teil der im Herbst anstehenden Harmonisierung der Pensionssysteme, "das gehört alles zusammen". Dabei müsse man dann auch über die Pragmatisierung reden oder über Vorschläge wie von VP-Bildungssprecher Werner Amon, jungen Lehrern höhere Lehrverpflichtungen zu geben, Ältere dafür weniger unterrichten zu lassen. (apa, red)
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