Freitag, 22. August 2003

Section Control: 2. Anlage wird am Wechsel montiert!

  • Kameras werden in der ersten Phase auf 130 km/h eingestellt: Wer 3 km/h zu schnell ist, zahlt
  • Kontroll-Bilanz: Nur 1% Raser!

Die 2. Section Control wird montiert - sie soll ab Feber 2004 eines der gefährlichsten Autobahn-Teilstücke entschärfen: Das Wechselgebiet auf der Südautobahn! Seit 12. August ist die erste "Section Control" im Wiener Kaisermühlen-Tunnel auf der Donauufer-Autobahn (A22) scharf. Bilanz nach der 1. Woche: Von 180.000 kontrollierten Fahrzeugen waren nur 1.800 zu schnell! Das heißt umgekehrt: 99% der Lenker hielten sich brav ans 80 km/h-Limit.

Ab Herbst sollen Schnellfahrer wird auf der Südautobahn (A 2) im Wechselgebiet -gestoppt werden. Laut NÖ Straßendienst werden die Kameras durchgängig auf den Wert von 130 km/h eingestellt. Auf die witterungsabhängigen Geschwindigkeitsbeschränkungen in diesem kurvigen Bereich wird vorerst nicht eingangen.

In einer zweiten Versuchsphase werden Regen-Sensoren getestet. Damit soll der Computer der "Section Control" bei Schlechtwetter die Tempo-Höchstgrenze zur Berechnung der Fahrzeit für die genormte Wegstrecke automatisch auf 100 Kilometer pro Stunde festlegen. Gleichzeitig werden elektronische Wechselverkehrszeichen in Probebetrieb genommen. Diese sollen den Autofahrern dann automatisch anzeigen, ob nun Tempo 100 oder 130 gilt.

Wie die Asfinag (Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft) erläuterte, sollte die mobile Anlage auf der A 2 bei Guntramsdorf (Bezirk Mödling) aufgestellt werden. Nachdem die dortige Großbaustelle fünf Wochen früher als geplant abgebaut werden konnte, wurde eine andere Stelle gesucht.

Vorstandsdirektor Lückler: "Durch den Einsatz der Section Control auf der Richtungsfahrbahn Wien im niederösterreichischen Abschnitt des Wechsel hoffen wir, die Unfallzahlen stark senken zu können." Die Kosten für die Anlage betragen rund eine Million Euro. (APA/red)

22.8.2003 14:27