Samstag, 23. August 2003

AUA-Konflikt: Sozialpartner brachten Gespräche wieder in Gang

  • Vorerst liegt die Streikgefahr beim Austro-Carrier auf Eis
  • "Konstruktives Klima" gibt Hoffnung auf eine Einigung

"Die Sozialpartner haben die Gespräche zwischen AUA-Vorstand und Pilotenvertretern auf Konzernebene wieder in Gang gebracht" - das ist das einzige offizielle Ergebnis eines Gesprächs zwischen ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch und Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl, das unter größter Geheimhaltung stattgefunden hat.

In der kommenden Woche werden die Sozialpartnerspitzen neuerlich mit dem AUA-Vorstand, der Gewerkschaft HTV (Handel, Transport, Verkehr) und Belegschaftsvertretern zusammentreffen. Beide Seiten haben Stillschweigen über die Inhalte vereinbart.

Streikgefahr vorerst vom Tisch
Bis dahin zumindest ist die Gefahr eines neuerlichen Streiks der AUA-Piloten vom Tisch

Die beiden Sozialpartnerpräsidenten - ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch und WKÖ-Präsident Christoph Leitl - haben sich anlässlich der Wiederaufnahme der Gespräche im AUA-Konflikt "zufrieden über das sachliche und konstruktive Klima der Gespräche" gezeigt. "Ziel muss ein tragbarer und nachhaltiger Kompromiss sein, der die Zukunft des Unternehmens AUA sichert und legitime Ansprüche der Belegschaft berücksichtigt". Ein "erster, guter Schritt" ist gesetzt.

Die Gespräche über Sparmaßnahmen beim AUA-Bordpersonal ziehen sich seit mehr als einem Jahr hin. Das Management will die Pilotenkosten bis 2008 um 35 Prozent je Flugstunde senken, 2004 sollen in einem ersten Schritt 10 Prozent gespart werden. Die Gewerkschaft fordert einen einheitlichen Konzern-KV für AUA, Lauda Air und Tyrolean Airways, was das Management nach wie vor ablehnt.
(apa/red)

23.8.2003 11:32