Montag, 18. August 2003

Wifo: 2003 insgesamt schwaches Investitionsklima

  • Unternehmens-Befragung: Sachgüter-Erzeugung verschiebt oder kürzt Projekte, nur Kfz-Branche baut aus
  • Bau vor leichter Erholung - Energieversorger wollen mehr investieren

Ein insgesamt schwaches Investitionsklima für 2003 sieht das Österreichische Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo). Die im Wifo-Investitionstest befragten Unternehmen aus der Sachgütererzeugung rechnen für dieses Jahr mit einer schwachen Zunahme der Investitionen. Nur die Kfz-Industrie investiert in großem Umfang in Bauten und Ausrüstungen.

Die Versorgungsbetriebe planen ebenfalls eine starke Ausweitung. In der Bauwirtschaft werden die Investitionen heuer weitgehend stabil bleiben, erklärte das Wifo am Montag.

Die Unternehmen der Sachgütererzeugung werden heuer nominell um nur 1,8 Prozent mehr investieren als im Vorjahr. Gegenüber dem Wifo-Investitionstest vom Herbst 2002 wurden die Pläne für 2003 um 3 Prozentpunkte nach unten korrigiert. Offenbar werden Investitionsprojekte wegen großer Unsicherheiten über den weiteren Konjunkturverlauf aufgeschoben oder gekürzt. Einzig in der Kfz-Branche ist mit einem außerordentlichen Anstieg der Investitionen 2003 gegenüber dem Vorjahr zu rechnen. Ohne diesen Effekt sinken die Investitionen in der Sachgütererzeugung um 3,9 Prozent.

Die Verlagerung der Investitionsstruktur zu Gunsten der Ausgaben für Maschinen setzt sich heuer verstärkt fort. Sie geht maßgeblich auf die drastische Reduzierung der Aufwendungen für Bauten zurück (-34 Prozent). Dagegen werden in allen Branchen die Ausrüstungsinvestitionen (vor allem Maschinen, Informations- und Kommunikationstechnologien) deutlich ausgeweitet.
(apa, red)

18.8.2003 10:27