Mayr-Krifka in 23,30 im 200-m-Zwischenlauf out
- "Elende Vorstellung" von Pumper im 5.000-m-Vorlauf
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Was es bei der WM zu verdienen gibt
Die IX. LA-Weltmeisterschaften in St. Denis werden Österreichs Athleten wohl kaum in guter Erinnerung behalten. Denn die Serie der herben Enttäuschungen hat am Dienstagabend im zweiten Vorlauf über 5.000 m nicht nur ihre Fortsetzung, sondern den traurigen Höhepunkt erlebt: Susanne Pumper schied im Stade de France über 5.000 m in 15:53,52 Minuten als 14. und Gesamt-27. sang- und klanglos aus. Doch auch mit ihrem ÖLV-Rekord von 15:10,54 Minuten hätte sie nicht den Funken einer Chance gehabt, ihren Finaltraum zu realisieren. Hallen-Vize-Europameisterin Karin Mayr-Krifka überstand zwar den 200-m-Vorlauf am Vormittag, schied aber am Abend im vierten und letzten Zwischenlauf in 23,30 Sekunden als Sechste aus.
In der Endabrechnung ergab das für die 32-jährige Niederösterreicherin Platz 21. Damit hat Österreich an den verbleibenden fünf WM-Tagen mit Weitspringerin Olivia Wöckinger, die am Donnerstagabend (ab 19.45) in der Qualifikation antritt, nur noch eine einzige Athletin im Einsatz.
Pumper war "super nervös"
"Nachdem ich die schnellen Zeiten im ersten Lauf gesehen habe, war ich super nervös, weil ich gewusst habe, dass ich mindestens Rekord laufen muss, um ins Finale zu kommen", betonte Pumper nach ihrer peinlichen Vorstellung in der Pariser Vorstadt. Diese Nervosität habe sie dann gelähmt. "Gleich am Anfang habe ich mir gedacht: 'Wow, die sind aber schnell!' Danach habe ich die Füße nicht mehr vom Boden gebracht. Und wenn du keine Chance hast, dann setzt der Kopf aus. Auf den letzten zwei Kilometern habe ich nur überlegt, wann ich aufhören werde. Ich bin das Rennen nur deshalb fertig gelaufen, weil ich mir gedacht habe, elender als was ich da laufe, ist nur noch, wenn ich aufgebe."
Nur vier Läuferinnen langsamer
Die Erklärung der bald 33-jährigen Wienerin vom schnellen Rennbeginn mutete jedoch etwas seltsam an, denn nach 3.000 Metern war die Schnellste in 9:08,89 Minuten durchgegangen. Erst die beiden letzten Kilometer wurden dann unter drei Minuten absolviert. Der Sieg ging in 14:54,95 an die Türkin Elvan Abeylegesse. Noch langsamer als Pumper waren übrigens nur vier der 31 gestarteten Läuferinnen.
Schwaches Finish von Mayr-Krifka
Mayr-Krifka lag bis zur 150-m-Marke auf Halbfinalkurs, ging dann aber im Finish ein. "Ich habe versucht, unter die ersten Vier zu kommen und bin deshalb das Rennen schnell angegangen. Doch die letzten 50 Meter waren schlecht. Ich bin nicht zufrieden damit, aber mehr war heute nicht drin", erklärte die ÖLV-Rekordlerin, die angesichts der Diskussionen um den unter Dopingverdacht stehenden Hürdensprinter Elmar Lichtenegger und des Badezimmerunfalls von 800-m-Vizeweltmeisterin Stephanie Graf nur meinte: "Das soll keine Ausrede für mein Ausschneiden sein, aber die Stimmung im Team ist natürlich alles andere als gut."
Krisensitzung statt Medaillenfeier
Aus diesem Grund wurde der unter dem Motto "Egal, ob unsere Wünsche und Hoffnungen in Erfüllung gehen, wir feiern ..." stehende ÖLV-Abend Dienstagnacht, der eigentlich als Medaillenfeier für Graf vorgesehen war, laut ÖLV-Sportkoordinator Hannes Gruber in "eine Art Krisensitzung" umgewandelt.
(apa/red)










