21.8.2003 10:21

Graf gibt sich bescheiden: "Mein Ziel ist Finale"

  • Lob für Mutola: "Von ihr wird man noch in 50 Jahren reden"
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Steffi Graf übt sich vor Beginn der Leichtathletik-Weltmeisterschaften wieder einmal im Understatement. Gefragt nach ihren Zielen antwortete die 800-m-Vizeweltmeisterin: "Mein Ziel lautet Finale. Alles, was dazu kommt, ist ein Schritt nach vorne fürs nächste Jahr." Für ihre Dauerkonkurrentin Maria Mutola findet die Kärntnerin lobende Worte: "Maria ist eine Ausnahmeathletin, von der man noch in 50 Jahren reden wird".

Graf hat auf Grund des Saisonverlaufs natürlich die Gewissheit, dass sie ein Jahr nach ihrer Tumoroperation wieder das Potenzial hat, um die bereits achte Medaille ihrer für österreichische Verhältnisse einmaligen Karriere zu holen. Doch wer die Völkermarkterin kennt, weiß, dass sie keine Freundin von großen Worten im Vorfeld von Großereignissen ist und lieber tiefstapelt.

"Mit den zweiten Plätzen in den Golden-League-Rennen in Berlin und Zürich habe ich mir viel Selbstvertrauen für die WM geholt", betont die Hallen-Vizeweltmeisterin. Der erste WM-Titel für Rot-Weiß-Rot dürfte jedoch erneut außer Reichweite sein, denn die haushohe WM-Topfavoritin heißt auch für "Europas Leichtathletin des Jahres 2001" Titelverteidigerin Maria Mutola aus Mosambik.

"Sie befindet sich in Topform und hat heuer noch keinen taktischen Fehler gemacht", verweist Graf auf die eindrucksvolle Bilanz ihrer Dauerrivalin. Seit dem 19. Juli 2002, als sie in Monaco in 1:56,16 Minuten hinter der Kubanerin Zulia Calatayud (1:56,09) Zweite wurde, hat die Afrikanerin nicht mehr verloren und seit ihrem Olympiasieg 2000 in Sydney bei jedem Großereignis Gold geholt.

"Maria ist eine Ausnahmeathletin, von der man noch in 50 Jahren reden wird", prophezeit Österreichs "Laufgräfin" und will von einem neuerlichen Zweikampf mit Mutola, die bei Olympia 2000, der WM in Edmonton 2001 sowie den beiden Hallen-Weltmeisterschaften in Lissabon (2001) und Birmingham (2003) jeweils vor Graf triumphiert hat, nichts wissen. "Es gibt im Moment kein Duell. Maria hat meine Pause nach der Tumoroperation perfekt genutzt. Während mir noch die Wettkampfhärte fehlt, befindet sie sich auf einem Topniveau wie 1994, als sie mit 1:55,19 Minuten ihre persönliche Bestzeit und Afrika-Rekord erzielt hat.

(apa/red)

21.8.2003 10:21
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