Österreichs WM-Medaillen-Hoffnungen ruhen auf Graf
- ÖLV-Sportkoordinator Gruber erhofft eine Medaille und drei Final-Teilnahmen
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Was es bei der WM zu verdienen gibt
138 Medaillen werden bei den am Samstag beginnenden IX. Leichtathletik-Weltmeisterschaften in St. Denis/Paris vergeben. Österreichs einzige Hoffnung auf Edelmetall in Frankreich heißt einmal mehr Stephanie Graf. Die 30-jährige Kärntnerin peilt im während der WM 71.000 Zuschauer fassenden Stade de France die bereits achte Medaille ihrer Karriere bei einem Großereignis an. Es wäre die erst dritte für Österreich bei einer Freiluft-WM in der olympischen Kernsportart nach Hochsprung-Bronze 1993 in Stuttgart durch Sigrid Kirchmann und 800-m-Silber vor zwei Jahren in Edmonton durch Graf.
"Wir erhoffen uns eine Medaille durch Steffi und insgesamt drei Finalteilnahmen", meinte Sportkoordinator Hannes Gruber zur Zielsetzung des Österreichischen Leichtathletik-Verbandes (ÖLV) und beschwor die Rolle von Graf als "Medaillenbank". Die Völkermarkterin, die 1998 in Budapest EM-Dritte geworden war, hat nämlich nach ihrem siebenten WM-Platz 1999 in Sevilla bei jedem Großereignis zumindest Silber geholt. 2000 bei der Hallen-EM in Gent siegte sie, danach wurde "Europas Leichtathletin des Jahres 2001" bei Olympia 2000 in Sydney, den beiden Weltmeisterschaften 2001 in Lissabon (Halle) und Edmonton, der Hallen-Heim-EM 2002 in Wien sowie Mitte März dieses Jahres bei der Hallen-WM in Birmingham jeweils Zweite. Bei der EM im Vorjahr in München fehlte sie nach ihrer Tumoroperation.
"Egal welche Farbe die Medaille am Ende hat, ein weiterer WM-Podiumsplatz wäre ein Riesenerfolg für Steffi. Vor allem wenn man bedenkt, was sie im Vorjahr durchmachen musste", betonte Gruber vor der Abreise des Teams nach Paris. Neben Graf gelten für den Niederösterreicher auch U23-Europameister Martin Pröll und Rekordler Günther Weidlinger, die beide über 3.000 m Hindernis antreten, als "Finalkandidaten", ebenso wie 5.000-m-Läuferin Susanne Pumper.
Bei 200-m-Hallen-Vize-Europameisterin Karin Mayr-Krifka dürfe man dagegen mit "dem WM-Semifinale über 100 m rechnen", das für Elke Wölfling über 100 m Hürden laut Gruber "das Höchste der Gefühle wäre. Aber den Vorlauf sollte Elke schon überstehen." Gleiches fordert er von Mayr-Krifka über 200 m. Für Weitspringerin Olivia Wöckinger wird es im Weitsprung dagegen enorm schwer, das Finale der besten Zwölf zu erreichen. Aber da die Oberösterreicherin heuer Konstanz bewiesen hat und schon mehrmals über 6,50 m gesprungen ist, traut ihr der ÖLV-Sportchef "eine Überraschung" zu.
(apa/red)










