Donnerstag, 21. August 2003

Krankl: "Spiel nicht berauschend, aber Resultat wichtig"

  • Selbstvertrauen vor harten EM-Quali-Matches getankt
  • PLUS: Ihre Meinung ist gefragt - soll Krankl Teamchef bleiben?

Die Generalprobe ist gelungen, aber jetzt steht der "heiße Herbst" vor der Tür. Der österreichische Fußball-Nationalteam gewann das Freundschaftsspiel gegen Costa Rica mit 2:0 und tankte damit Selbstvertrauen vor den schweren Partien gegen die Niederlande und Tschechien im Zuge der EM-Qualifikation. "Das Spiel war nicht berauschend, das Resultat aber sehr wichtig", stellte Hans Krankl am Tag danach in seiner Analyse nüchtern fest.

Flüchtigkeits-, Konzentrations- und Eigenfehler würden gegen die Niederländer oder die Tschechen ins Auge gehen. "Solche Schwäche werden von Makaay, Koller und Co eiskalt bestraft", mahnt der 50-Jährige seine Truppe, die gegen Costa Rica nach der Pause "geistig und körperlich müde" war. "Da sind wir geschwommen, obwohl wir uns in der Kabine gesagt hatten, es stünde noch 0:0." Und genau in der Phase als die Österreicher schwächelten, hatten die Gäste nach Dospel-Patzer die große Chance auf das 1:1.

Freude mit Ivanschitz
Natürlich ist Edi Glieder nach seinem 14. Saisontor im 14. Pflichtspiel für Krankl auch weiterhin ein Sturm-Thema. Besondere Freude hat der Teamchef derzeit mit der linken Seite, die ja in der Vergangenheit mit Linksfüßlern nicht gesegnet war. Jetzt hätte er dort mit Ivanschitz, Pogatetz und Katzer "zweieinhalb Junge" zur Verfügung.

"Ivanschitz hat wirklich sehr brav gespielt, von seiner Sorte hätte ich gerne mehr. Pogatetz hat wieder zurückgefunden und Katzer benötigt noch ein bisschen Zeit", urteilte Krankl. Keine Sorgen, sondern Freude bereiteten ihm auch die beiden Torhüter Mandl und vor allem Payer sowie Martin Hiden in der Abwehr. Für die zwei Posten als Innenverteidiger habe er jetzt mit Ehmann, Hiden und Stranzl drei Leute parat.

Tolles Comeback von Glieder
"Ich habe mich mit Leistungen aufgedrängt und versuche da fortzusetzen, damit ich weiter dabei bin", freute sich Glieder nach dem Spiel. Auch Roman Wallner, der kurz nach seiner Einwechslung wie schon gegen Weißrussland als Joker traf, freute sich mit dem Angriffs-Kollegen: "Edi hat es sich verdient." Der Treffer des Rapid-Stürmers, der in der Meisterschaft noch ohne persönliches Erfolgserlebnis ist, wiederum gefiel Hans Krankl, der mit dem Tausch ein glückliches Händchen zeigte: "Das wird ihm gut tun."

(apa/red)

21.8.2003 14:51