Krise in Salzburg & Graz vor direktem Duell Samstag
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Kollmann ist der beste Bomber der Saison
Der 1. sportlich bedingte Trainerwechsel in der österreichischen Bundesliga (Paschings Zellhofer trat aus gesundheitlichen Gründen zurück) steht knapp bevor. Und es gibt gleich zwei heiße Kandidaten! Nummer 1: Salzburgs Söndergaard - kein Punkt aus fünf Spielen. Nummer 2: Sturms Gress - ein Punkt aus fünf Spielen.
Spätestens kommenden Samstag sagt wohl einer der beiden "Baba": Denn dann kommt's in Graz zum direkten Duell Sturm vs. Salzburg.
Schlappen am Wochenende
UEFA-Cup-Starter SV Salzburg und Ex-Meister Sturm Graz zieren auch nach der fünften Runde der Fußball-Bundesliga das Tabellenende. Die weiter punktlosen Mozartstädter gingen am Samstagabend in der Südstadt gegen die Admira, die ihren ersten Saisonsieg verbuchte, mit 0:4 unter. Auch Sturm verlor in Pasching gegen den FC Superfund 1:2.
Salzburg will sich verstärken
Verzweiflung macht sich vor allem in Salzburg breit. Im Vorjahr vier Auftaktpleiten in Folge, nun bereits fünf Schlappen en suite. "Wir müssen etwas machen", weiß ein zerknirschter Söndergaard, dass die Zeit des Abwartens vorüber ist. "Es wird Verstärkungen geben. Wir brauchen frisches Blut und neue Gesichter", erklärte der Däne, der aber noch keine Namen nennen will. Söndergaard erinnert an die vergangene Saison, als mit der Verpflichtung von Routinier Kirchler ein Ruck durchs Team ging und die tolle Aufholjagd begann.
Auch die Auslosung meint es derzeit mit den Salzburgern nicht wirklich gut, denn am Wochenende wartet nach Pasching (2:3) und Admira (0:4) das dritte Auswärtsspiel in Serie, ausgerechnet gegen Sturm Graz. Und eine Runde später ist dann Meister Austria zu Gast in Salzburg. Harte Wochen für Söndergaard, der sich bewusst ist, dass er alles andere als fest im Sattel sitzt.
"Blackies" sehen weiterhin schwarz
Keineswegs rosig ist die Lage auch bei den "Blackies" aus Graz, die seit 26. April 2003 (3:2 in Pasching) ohne vollen Erfolg sind. "Es wird Konsequenzen geben, aber die sage ich der Mannschaft", erklärte Trainer Gress, der mit Seitenhieb auf Neuzugang Franck Silvestre hinzufügte: "Ich bin sehr, sehr enttäuscht. Wenn wir ein bisschen mehr Intelligenz gezeigt hätten, dann hätten wir das Match nicht mit zehn Mann beenden müssen."
Neuzugang Silvestre sah alt aus
Der französische Ex-Team-Verteidiger war eines der Hauptopfer des weiterhin aus allen Rohren feuernden Edi Glieder. Der 34-Jährige, mit seinem Doppelpack neuerlich Matchwinner, hängte dem um ein Jahr älteren Silvestre im Alleingang (Foul und Trikothalten) die Gelb-Rote Karte an.
Torjäger Edi Glieder erzielte beide Treffer für die Hausherren, der 34-Jährige führt nach diesem Doppelpack mit sieben Tore in vier Meisterschaftspartien die Schützenliste überlegen an. Während Pasching den zweiten Saisonerfolg feierte, hält Sturm als Tabellenvorletzter weiter nur bei einem mageren Pünktchen.
Glieder zu alt fürs Nationaltem?
Rundum glücklich ist "Meister Edi" aber nicht, die Nicht-Berücksichtigung durch Teamchef Hans Krankl wurmt ihn doch ein wenig. "Ich bin angefressen und hoffe, dass das die richtige Antwort war." Krankl selbst weilte am Samstag in der Südstadt und meinte zu diesem Thema: "Ich gratuliere dem Edi. Mit 34 Jahren passt er aber nicht wirklich in mein Verjüngungskonzept."
Schiri-Geschenk an Mattersburg
Aufsteiger SV Mattersburg feierte dagegen vor 9.000 Zuschauern im Pappelstadion einen 3:2-Heimsieg über SW Bregenz. Die Spiele der Burgenländer bleiben aber auch Garant für hitzige Atmosphäre und Schiri-Streitereien. Diesmal fühlten sich jedoch die Gäste aus dem Ländle von Referee Kern krass benachteiligt. Zurecht, denn dem Elfmeter zum 2:2 durch Kühbauer (75.) ging eine klare Schwalbe von Wagner voraus.
"Das war kein Strafstoß"
"Der Schiedsrichter war deplatziert und hatte keine Ahnung. So etwas kann man nicht akzeptieren", schnaubte Bregenz-Goalgetter Lawaree, dessen zwei Treffer unbelohnt blieben, vor Wut. Der Belgier war dennoch der heimliche Held des Abends, denn Lawaree spielte trotz nicht bestandenem Fitnesstest (Knöchelverletzung) ab der 15. Minute und traf zwei Mal ins Schwarze. Auch Schiri Kern gab nach Studium der TV-Bilder zu: "Das war kein Strafstoß."
(apa/red)
