Freitag, 22. August 2003

Wurz wieder hauchdünn am Grand-Prix-Cockpit vorbei

  • "Sehr bitter, denn ich weiß, dass ich es drauf hätte"
  • PLUS: Abstimmen - wer holt sich heuer den WM-Titel?

"Sehr frustriert" hat der Österreicher Alexander Wurz auf die Nachricht reagiert, dass David Coulthard für McLaren auch die WM-Saison 2004 bestreiten wird. Der Niederösterreicher, der somit laut Vertrag kommende Saison weiterhin als Testfahrer der "Silberpfeile" fungieren soll, hatte zuvor rund ein Monat lang mit Teamchef Ron Dennis verhandelt, ehe die Entscheidung zu Gunsten des Schotten fiel.

Wurz ist somit wie vor zwei Jahren hauchdünn am Grand-Prix-Cockpit vorbeigeschrammt, denn im September 2001 hatte McLaren Kimi Räikkönen und nicht Wurz zum Nachfolger von Mika Häkkinen erkoren. "Sehr bitter, denn ich weiß, dass ich es drauf hätte", grübelte Wurz.

Die Chance auf ein Cockpit ist für den 29-Jährigen aber noch nicht vorbei, denn derzeit laufen noch Verhandlungen mit Jaguar und BAR. "Aber diese Sachen sind einfach unglaublich komplex", weiß der McLaren-Angestellte Wurz, dass bei einem Transfer so viel zusammenpassen muss.

Die Entscheidung für Coulthard und gegen Wurz war am Freitag im Rahmen des Ungarn-Rennens an die Öffentlichkeit gelangt. Der Brite war heuer unter Druck geraten, weil ihn sein skandinavischer Teamkollege in den Schatten stellte. Coulthard rangiert vor dem 13. Saison-Rennen in Ungarn mit 30 Punkten Rückstand auf Weltmeister Michael Schumacher nur an siebenter Stelle, Räikkönen weist als Dritter ein Minus von lediglich neun Zählern auf den Deutschen auf.

(apa)

22.8.2003 13:28
Ergebnisse, WM-Stand, Team-Porträts