Dienstag, 19. August 2003

Ski alpin: Maier vor "Comeback-Saison" zurückhaltend

  • "Gesamt-Weltcup kommt derzeit als Zielsetzung nicht in Frage"
  • PLUS: Maier - Vom Unfall bis zum Sieg in Kitz (Kasten rechts)

Österreichs Ski-Superstar Hermann Maier bereitet sich derzeit gewissenhaft auf die Ende Oktober in Sölden beginnende Weltcup-Saison 2003/2004 vor. Körperlich fühlt sich der "Herminator" rund zwei Jahre nach seinem schweren Motorrad-Unfall weitaus besser als vergangenen Sommer.

Der 30-Jährige bremst jedoch die hohen Erwartungen: "Für mich ist das eine Comeback-Saison. Der Gesamt-Weltcup kommt derzeit als Zielsetzung nicht in Frage, da fehlt mir noch zu viel." Außerdem gab der Doppel-Olympiasieger von Nagano am Mittwoch die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der Raiffeisen-Bank bekannt.

der Irreparable Nervenschäden
Maier hat im Rahmen des Übersee-Trainings in Neuseeland rund zwölf Schneetage absolviert, die angeblichen Fabelzeiten im Super-G- Training wollte der ÖSV-Star jedoch nicht bestätigen. "Punkto Fitness und skifahrerischem Können habe ich noch kleine Defizite. Ich habe alles im Kopf gespeichert, kann es aber auf Grund der irreparablen Nervenschäden nicht mehr so umsetzen. Koordinativ ist mein rechter Fuß sehr schlecht beisammen. Von der Form vor meinem Unfall bin ich noch weit entfernt."

Rennen für Rennen verbessern
Über genaue Ziele für die anstehende Saison ist sich Maier noch nicht im Klaren. "Das ist schwer zu sagen, ich habe kein bestimmtes Ziel. Ich möchte einfach mit meiner Technik zufrieden sein und mich Schritt für Schritt, Rennen für Rennen verbessern." In seiner neuen Trainingsheimat, der "WC 4" mit den ÖSV-Allroundern, fühlt sich Maier bereits pudelwohl: "Sehr übersichtlich und persönlich. Die Trainingsqualität ist dadurch ausgezeichnet." Zwei "WC 4"-Mitglieder, nämlich Benjamin Raich und Christoph Gruber, hat Maier in Sachen Gesamt-Weltcup ganz dick auf der Rechnung.

(apa/red)

19.8.2003 16:15