Donnerstag, 21. August 2003

Korsika-Rallye: Manfred Stohl will mit seinem Peugeot 206 aufhorchen lassen

  • Titelkampf zwischen Burns, Loeb, Sainz geht weiter

Manfred Stohl und Ilka Minor nehmen am Freitag in Ajaccio mit einem Peugeot 206 WRC die zur WM zählende Korsika-Rallye in Angriff. Nach dem vorzeitig beendeten Engagement als Hyundai-Werksfahrer kommt Stohl mit jenem Fahrzeug zur "Rallye de France", mit dem er heuer in Neuseeland bis zu seinem Ausscheiden einige Top-10-Zeiten auf Sonderprüfungen erreicht hat. "Jetzt sollte ich daran arbeiten, dass ich eine Spitzenplatzierung ins Ziel bringe", erklärte der frühere Gruppe-N-Weltmeister, der auf Korsika bereits zwei Klassensiege gefeiert hat.

Doch diesmal misst sich Stohl mit einem von Tuner Rolf Schmidt vorbereiteten World Rally Car mit der Weltelite. Die Stars der Szene sind mit Werksmaterial natürlich im Vorteil. "Schön wäre es, das eine oder andere Werksteam hinter mir zu lassen, aber meine vorrangigen Gegner sind die Privatteams", sagte der 31-jährige Wiener.

Der zwölfte und drittletzte WM-Lauf mit einer Kurven-Orgie auf Asphalt verspricht viel Spannung. In der Fahrer-Wertung führt Richard Burns (GBR/Peugeot 206) mit nur zwei Punkten Vorsprung auf Sebastien Loeb (FRA) und vier auf Carlos Sainz (ESP/beide Citroen Xsara). Sainz ist mit seinem Erfolg von 1991 einer von nur vier Nicht-Franzosen in der Siegerliste der vergangenen 20 Jahre. Die weiteren sind der Spanier Jesus Puras (erster Sieg für Citroen 2001), der Brite Colin McRae (1997 und 1998) und der Finne Markku Alen (1983, 1984).

Korsika-Rallye (16 Sonderprüfungen)
Freitag:
1. Etappe (6 SP; Ziel ca. 17.15)

Samstag:
2. Etappe (6 SP; Ziel ca. 19.30)

Sonntag:
3. Etappe (4 SP; Ziel ca. 14.30)

(apa/red)

21.8.2003 15:57