US-Team-Turnerinnen holen ersten WM-Titel
- Silber für Rumänien, Bronze für Australien
Die Damen-Riege der USA hat den Heimvorteil bei den 37. Turn-Weltmeisterschaften in Anaheim optimal genutzt und am Mittwoch erstmals Gold im Mannschaftsbewerb geholt. Mit 112,573 Punkten verwies die Gastgeber-Equipe den siebenfachen Champion und Titelverteidiger Rumänien (110,833) auf Platz zwei, Bronze ging an Australien (110,335).
Für Qualifikationssieger China blieb nur Platz vier. Die Österreicherinnen waren in der Qualifikation als 30. ausgeschieden. Es war nicht das erste Mal, dass die USA bei einem "Heimspiel" groß auftrumpften. 1984 wurde Mary-Lou Retton in Los Angeles Mehrkampf-Olympiasiegerin, 1991 gab es WM-Silber mit der Riege in Indianapolis, und 1996 in Atlanta gewann die Riege Olympia-Gold.
In ihrer Gesamt-WM-Bilanz hatten die US-Damen bisher je zwei Mal Silber (91,94) und Bronze (95,01) gewonnen. Der nunmehrige vor 11.500 Zuschauern eingefahrene Erfolg ist besonders hoch einzuschätzen, da ein Trio wegen Krankheit oder Verletzungen nicht dabei war.
Mit vier Top-Noten avanciere die 15-jährige Ersatz-Turnerin Chellsie Memmel zur großen Heldin. Die jungen Turnerinnen ließen sich von der aufgeheizten Stimmung in der Halle nicht beeinflussen und begingen in zwölf Übungen nur einen groben Fehler. "Das ist Amerikas größter Triumph im Turnen", jubelte Bela Karoly, die "graue Eminenz" im US-Turnsport. Alle anderen Teams beklagten mehrere Stürze. Die Russinnen waren schon nach der ersten Übung abgeschlagen, die elffachen Weltmeisterinnen belegten Platz sechs.
(apa)
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