Mittwoch, 20. August 2003

Springreiten: Österreicher kämpfen bei EM um Olympia-Quotenplatz

  • Harte Konkurrenz in Donaueschingen

Bei der am Donnerstag beginnenden EM der Springreiter in Donaueschingen hängen die Trauben für Österreich hoch. Im Kampf um einen Quotenplatz für den Nationenbewerb bei Olympia 2004 warten mit traditionellen Pferdesport-Nationen wie Irland (EM-Titelverteidiger), England oder der Schweiz harte Gegner. Das österreichische Quartett (Tatjana Freytag von Loringhoven, Julia Kayser, Rob Raskin, Astrid Wöss) will diese letzte Chance aber dennoch unbedingt wahrnehmen.

Der Ausfall von Staatsmeister Andreas Wegener wegen Verletzung seines EM-Pferdes schmerzt. "Das ist schlimm, ihn hätten wir gebraucht", sagte Hugo Simon, der sich als Berater zur Verfügung stellt.

Ein Spitzenpferd bringt WM-Teilnehmerin Freytag-Loringhoven an den Start. Nach dem "Aufwärmen" am Mittwoch entschied sich die in Monte Carlo lebende und in den Niederlanden bei Jan Tops trainierende Studentin für die zwölfjährige Westfalen-Stute Pialotta, die 2001 mit Rolf-Göran Bengtsson und dem schwedischen Team EM-Dritte bzw. Zweite geworden war und gegen Fine Kiss. Kayser baut auf Milwaukee's Kit, Raskin sattelt Sylver und Astrid Wöss setzt auf den jungen Vasco da Gama.

Die Olympia-Qualifikation ist das große Ziel der Equipe, in der Einzelwertung wäre ein Platz im Finale der besten 25 am Sonntag für Österreich schon ein großer Erfolg. "Das wäre schön, aber ich kann es mir bei dieser Dichte an der Spitze nicht vorstellen. Wir haben nur junge Leute, aber für eine EM braucht man Routine", erklärte Simon.

(apa/red)

20.8.2003 12:15