Israelischer Raketenangriff: Vier Hamas-Kämpfer tot
- Trotz konkreter Maßnahmen der palästinesischen Behörde gegen Extremisten
- Zuvor Rakete vom Gazastreifen auf Israel abgefeuert
·Israel lehnt ab
Vorerst kein Waffenstillstand!
·Bush vs Hamas
Geld einfrieren - auch in Österreich
Im Raketenfeuer israelischer Kampfhubschrauber sind am Sonntagabend vier Kämpfer der militanten palästinensischen Hamas-Bewegung getötet worden. Der israelische Angriff erfolgte trotz erster konkreter Maßnahmen der palästinensischen Sicherheitskräfte gegen Extremisten. Allerdings war zuvor erstmals eine etwas weiter reichende Rakete vom Gazastreifen aus auf Israel abgefeuert worden.
Der israelische Heereschef, Generalleutnant Moshe Jaalon, hatte weitere Tötungsaktionen gegen die Hamas angekündigt. "Jedes Mitglied der Hamas ist ein potenzielles Ziel der Liquidierung", sagte er. "Wenn bis zum Ende des Tages die palästinensische Autonomiebehörde nicht gegen sie vorgeht, werden wir das tun."
3 Raketen auf Hamas-Kämpfer
Augenzeugen sagten, Apache-Kampfhubschrauber seien im Schutz der Dunkelheit herangeflogen und hätten mindestens drei Raketen auf eine Gruppe bewaffneter Männer an einem Strand des Gazastreifens gefeuert. Mindestens fünf Passanten seien verletzt worden.
Die Hamas identifizierte die getöteten als ihre Kämpfer Ahmed Shtawi, Wahid Hams, Ahmad Aub Helal und Mohammed Abu Lubda. Aus israelischen Militärkreisen verlautete, Shtawi sei das Hauptziel gewesen, da er eine Reihe von Angriffen auf Israelis im Gazastreifen und Westjordanland geplant und ausgeführt habe.
Selbst gebastelte Rakete
Die am Sonntag vom Gazastreifen aus abgefeuerte Rakete schlug auf einem Strand sieben Kilometer von der israelischen Stadt Ashkelon entfernt ein. Noch nie zuvor war eine selbst gebastelte palästinensische Rakete so weit geflogen.
Der palästinensische Abgeordnete und Ex-Kabinettsminister Saeb Erekat warf Israel vor, mit seinen Angriffen die gerade angelaufenen Bemühungen der Autonomiebehörde zu unterlaufen, gegen Extremisten vorzugehen. Der spirituelle Führer der Hamas, Scheich Ahmed Yassin, drohte, Israel werde "den Preis" für die Tötung von Mitgliedern der Organisation "bezahlen". (apa)
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