Donnerstag, 21. August 2003

Sahara-Geiseln: Libyen zahlte angeblich das Lösegeld!

  • Tripolis soll fünf Millionen Euro überbracht haben
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Wie zwei Diplomaten unabhängig voneinander berichteten, hat angeblich Lybien das Geld für die Befreiung der 14 Sahara-Geiseln bezahlt. Insgesamt soll Lybien fünf Millionen Euro "aus eigener Initiative" für die Freilassung der Entführten bereit gestellt haben. Das Geld sei "weder durch malische noch durch deutsche Hände" gegangen.

Der Geldbetrag sei dem Anführer der Geiselnehmer durch einen von Tripolis bestimmten Vermittler überbracht worden, hieß es weiter. Der libysche Staatschef Muammar el Gaddafi habe in seinen Bemühungen um "internationale Anerkennung" der Zahlung zugestimmt, um "seine Rechnungen zu begleichen". Libyen war vom malischen Präsidenten Amadou Toumani Toure als eine der Nationen genannt worden, die bei der Lösung des Geiseldramas behilflich waren. Nach sechsmonatiger Geiselhaft waren die 14 entführten Sahara-Touristen am Mittwoch endlich wohlbehalten nach Hause zurückgekehrt. (APA/red)

21.8.2003 18:32