Donnerstag, 21. August 2003

Tschetschenien: Mindestens 15 Tote bei Gefechten

  • 12 Rebellen und drei russische Soldaten kamen ums Leben
  • 500 Soldaten kämpften gegen 100 Rebellen

Bei den schwersten Gefechten in Tschetschenien seit Monaten sind mindestens zwölf Rebellen und drei russische Soldaten getötet worden. Im Berggebiet Schali südöstlich der Hauptstadt Grosny hätten mehr als 500 Soldaten und Polizisten eine Gruppe von etwa 100 Rebellen bekämpft, teilte ein Sprecher des tschetschenischen Innenministeriums am Donnerstag mit.

Nach abweichenden Meldungen seien in dem Dorf Awtury zwischen zwölf und 14 Freischärler getötet sowie mehr als 20 verletzt worden. Am Vortag war zunächst von zehn toten Rebellen die Rede gewesen. Über den Verbleib der übrigen Rebellen gab es keine Angaben.

Ungeachtet der andauernden Gewalt soll in der Krisenrepublik am 5. Oktober auf Anordnung des Kremls ein neuer Präsident gewählt werden. In der Bergregion Wedeno, der Heimat des Rebellenführers Schamil Bassajew, beschossen Unbekannte am Donnerstag einen russischen Militärtransporter. Dabei wurden in der Ortschaft Za-Wedeno nach ersten Angaben mehrere Soldaten getötet.

Die russische Führung hält den Islamisten Bassajew für einen der Hintermänner der jüngsten Selbstmord-Bombenanschläge in Moskau und im Nordkaukasus. In Za-Wedeno hatten maskierte Täter am Vortag den Bürgermeister ermordet. Bei einem Sprengstoffanschlag auf einen Militärtransporter wurden in der Hauptstadt Grosny vier Soldaten verletzt. (apa)

21.8.2003 15:09